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Herbsttrend: Karierter Blazer

So, nun ist er da, der Herbst. Nachdem die Meteorologen ihn schon am 1. September eingeläutet haben (die spinnen doch - aber die erklären den 1. März ja auch zum ersten Frühlingstag, ohne das Wetter darüber zu informieren…), war der vergangene Freitag auch der erste kalendarische Herbstttag. Also Duftkerzen raus, Wolldecken parat legen und Teevorräte aufstocken. Passend zu all den gemütlichen Sofatagen hatte dann auch die Instyle - kompetentes Fachblatt für einfach alles - eine neue Sensation zu berichten: Joggen macht alt.
Genau. Joggen ist nicht gut für die Hautstruktur. Dadurch, dass sie beim Joggen ständig auf und ab bewegt wird, wirkt die Schwerkraft und tut das, was die Schwerkraft so tut: Sie zieht alles runter. Und dadurch leiert die Haut aus. Hängende Brüste und Gesichtspartien sind die Folge. Sagt irgendein Schönheitsdoc aus New York. Und der muss es ja wissen. Seitdem ich das gelesen habe, hüpfe ich jeden Morgen vor dem Spiegel auf und ab und gucke, was da alles so ausgeleie…

Blogparade: Die schönen Seiten des Älterwerdens

Als Ines Meyrose dazu aufrief, sich doch einmal Gedanken darum zu machen, welche schönen Seiten das Älterwerden so hat, war ich sofort dabei. Ich finde es nämlich tatsächlich ganz schön, dieses Älterwerden. Blöderweise hat es den Haken, dass das Stück Leben, das noch vor mir liegt, immer kürzer wird. Das wäre aber auch schon meine einzige Kritik, die ich zur Zeit habe. Mit den restlichen Begleiterscheinungen, vor allem denen in Sachen Optik, unter denen viele Frauen leiden, kann ich merkwürdigerweise prima leben. Die Vorteile wiegen in meinen Augen den kompletten Rest problemlos auf.
Ja, es ist schön, älter zu werden. Und zwar nicht nur mit 17, wenn der nächste Geburtstag endlich verspricht, dass man sich die ganze Nacht im Club um die Ohren schlagen darf. Auch jenseits der 40. Und was ist schön daran? Guckt einfach selbst. Älterwerden im Vergleich :-)
Anmerkung: Dieser Blogpost bedient unzählige Klischees. Aber in jedem Klischee steckt vielleicht ein ganz kleines Körnchen Wahrheit. Ach…

5 Tipps, mit denen man das Urlaubsgefühl mit in den Alltag nimmt

Für die meisten von uns ist das Thema Sommerurlaub inzwischen abgeschlossen. Der schnöde Alltag mir Arbeit und täglichem Wahnsinn ist wieder eingekehrt und der eine oder andere wird denken, dass die Halbwertzeit von Urlaub bei gerade mal drei Tagen liegt - nach drei Tagen ist die Hälfte der Erholung schon verflogen, nach sechs Tagen sind es drei Viertel und so weiter… Aber man kann vorhindern, dass der Alltag einen gar so schnell wieder packt. Ich hab`s ausprobiert :-) Und deshalb gibt es heute fünf Tipps, um das Urlaubsgefühl möglichst lange mit in den Alltag zu nehmen.

Tipp 1 - Nicht gleich wieder zurück ins BüroIch berücksichtige schon bei der Planung, dass ich nicht gleich nach Ende der Reise wieder im Büro sein muss. Ich plane, wenn möglich, mindestens zwei Puffertage zwischen Heimkommen und Arbeitsbeginn ein. Nichts ist schlimmer, als abends um elf am Flughafen respektive in der heimischen Garage anzukommen und am nächsten Morgen um sieben wieder auf der Büromatte stehen zu müsse…

Herbsttrend Rot: Ein neues Kleid

Jetzt ist er doch da, der Herbst. Und dann auch gleich von der Seite, die echt kein Mensch will. 16 Grad, Wind, Dauerregen. Da verzichtet selbst der Hund dankend auf Frischluft und kuschelt sich in seinen Korb. Und ich habe tatsächlich meine Wolldecke hervorgeholt. Die Heizung spinnt nämlich ein bisschen. Sie funktioniert, gibt aber merkwürdige Geräusche von sich. Ungefähr einmal pro Stunde klingt es, als würde im Keller ein UFO starten. Ich hab nachgesehen, da war kein Ufo. Wobei - wenn die Heizung jetzt von Aliens besetzt ist? Was macht man da?
Ganz klar: Den Fachmann anrufen. Da beginnt auch schon das Problem. Wir suchen ein Telefon. Vier gibt es davon hier im Haus, plus zwei Ladeschalen. Aber wenn man eins braucht, sucht man sich nen Wolf und wenn man endlich eins findet, blinkt es müde vor sich hin und verlangt Strom. Nummer eins findet sich im Keller, auf der Waschmaschine. OK, das muss ich dann wohl auf meine Kappe nehmen. Um das Mysterium Waschmaschine macht der Rest der Famili…

Bekenntnisse einer anonymen Bloggerin

Ort: Volkshochschule Kleckersdorf, Raum B4 Zeit: Mittwoch, 10.30 Uhr
Die Selbsthilfegruppe „Anonyme Bloggerinnen“ trifft sich einmal pro Woche für 90 Minuten mit ihrer Therapeutin Anna E. (Name von der Redaktion geändert). Sechs Frauen zwischen 20 und 55 sitzen auf Eames Chairs inklusive Schafsfell. In der rechten Hand: Kaffeebecher von Starbucks. In der linken Hand halten alle Frauen ein iPhone und starren auf das Display. Zu ihren Füßen: Möpse, englische Bulldoggen und Chanel-Taschen. Gesprochen wird kein Wort. Bis eine der Frauen zu reden beginnt.
Ich bin Gudrun und ich bin nicht authentisch.„Ich bin Gudrun. Ich bin neu hier. Und ich bin nicht authentisch“. Die anderen Frauen schauen vom Handy hoch. Sie sehen sich gegenseitig an. Dann sehen sie ihre Therapeutin an. Einer laufen Tränen über die Wangen. Die Therapeutin beugt sich vor, sieht Gudrun liebevoll an und sagt: „Erzähl uns deine Geschichte, Gudrun. Vertrau uns.“
Gudrun seufzt. Sie schaut in die Runde, Ihre Hand mit dem Kaffeebec…

Garantiert nicht Menocore, sondern schwarz-weiß-rot

Während die Welt der Ü40er sich um Menocore dreht, dreh ich einfach wieder auf schwarz-weiß. Meno-was - wird vermutlich jetzt der eine oder andere fragen. Menocore ist das neue Schlagwort für alle, die die 40 hinter sich gelassen haben, scheint mir. Chrissie hat drüber geschrieben, Sunny ebenfalls. Und die Kommentatoren waren sich ziemlich einig: Der Trend ist ein alter Hut und der Name ziemlicher Bullshit.

In Kurzform: Der neueste Trend besteht aus einer Kombination von möglichst unauffälligen Farben, gern weiß und beige, das alles ein bisschen oversized. Unauffällig und gechillt. Am schönsten ist aber der Name: Meno kommt von Menopause, core kommt von Normcore. Das war der vorletzte Trend, bei dem alle bitteschön völlig unauffällig durch die Gegend zu laufen hatten. Und jetzt sollen wir bitteschön unauffällig rumlaufen und dabei aussehen, als hätten wir die Menopause bereits erreicht. Böse Zungen nennen das übrigens den Kunstlehrerinnen-Style. Liebe Modemacher, bitte registriert doch…

How to style basics: Lederjacken

Ich schulde Euch noch was, nämlich die letzte Folge aus der Reihe „How to style basics“. Im Frühling hatte ich Euch sieben Basics aus meinem Kleiderschrank und typische Beispiele dafür, wie ich sie kombiniere, gezeigt. Dann kam der Sommer, der keiner war, dazwischen. Eine Folge fehlte nach weißen Blusen, Sneakers, Jeans, Jeansjacken, Kleidern und Lederhosen nämlich noch: Lederjacken.
Ich glaube, die erste Lederjacke hatte ich mit Mitte 20. Ich habe sie geliebt und getragen, bis sie in Stücke fiel. Seitdem bin ich schwerst lederjackenabhängig. Im Unterschied zu Lederhosen, die gern auch mal aus Kunstleder sein dürfen, sollte die Jackenfraktion bitteschön aus Echtleder sein. Zur Zeit tummeln sich sechs Exemplare an der Garderobe, das letzte verbliebene Kunstleder-Exemplar hat gerade den Weg in die ewigen Jagdgründe angetreten. Friede seiner Asche :-)
Lederjacke trage ich außer von Juni bis August eigentlich das ganze Jahr. Die meisten meiner Exemplare vertragen noch eine ganz dünne Daunen…