HomeAboutFashionBeautyLife

Freitag, 9. Dezember 2016

Mantel über Weste über Lederhose


Nachdem Moppi kürzlich darum gebeten hatte, doch mal Herbst- und Winteroutfits mit Mantel beziehungsweise Jacke zu zeigen, erfülle ich diese Bitte doch gern. Mäntel habe ich in diversen Varianten im Schrank - Ergebnis jahrelanger Sammlung. Mein Lieblingsstück ist ein Burberry-Mantel, dann wäre da noch ein dünner Trench, ein Lammfellmantel für wirklich arktische Temperaturen, diverse dünne Mäntelchen, die sich höchstens für milde Herbsttage eigenen und ein ziemlich heruntergerockter camelfarbener Wollmantel. Den würde ich gern ersetzen. Den Ersatz habe ich auch schon gefunden - mein Lieblings-Second-Hand-Shop hat einen tollen Jil-Sander-Mantel im Angebot. Mir fehlt momentan nur das nötige Kleingeld. Der ist nämlich trotz Second Hand immer noch eine ziemliche Investition.

Bis das gute Stück einziehen darf, trage ich halt einfach diesen hier. Unverkennbar von Desigual. Ich weiß, dass die Marke durchaus polarisiert. Hausfrauen-Schick ist da noch ein netter Ausdruck ;-) Das soll aber gerade gar nicht Thema sein. Ich mag ihn nämlich, den Mantel. Wobei er für spanische Winter gemacht ist. Bei Temperaturen unter fünf Grad ist er nicht wirklich optimal. Aber der durchschnittliche deutsche Spätherbst ist sein Revier.

Unter dem Mantel trage ich wieder die schwarze Weste, die ihr schon aus diesem Post kennt. Damals war ich irgendwie unglücklich mit dem guten Stück. Aber Euer Vorschlag, die Weste mit einer schmalen Hose zu kombinieren, war Gold wert. So gefällt sie mir viel besser! Also habe ich wieder mal meine Lieblings-Lederhose bemüht, die Euch vermutlich schon zu den Ohren rauskommt ;-) 

Den Anforderungen an eine Blogger-Handtasche entspricht der olle Rucksack vermutlich nicht. Aber er ist nun mal meine Lieblingstasche. Da passt alles rein - Notizbuch, 14 Kugelschreiber, Kalender, Geldbeutel, Handy, Lippenstifte, 53 Kassenbons, Weingummi, Pfefferminz, Schlüsselbund und Kamera. Das schleppe ich nämlich an einem durchschnittlichen Arbeitstag mit mir herum und reduzieren geht nicht. Da ist es schon extrem hilfreich, wenn der Rucksack auf den Schultern landet, während ich fotografiere. Oder unempfindlich genug ist, falls er doch mal im Eifer des Gefechtes auf dem matschigen Boden landet. Im Dezember häufen sich nämlich die Draußen-Termine, Weihnachtsmärkte lassen grüßen. Solange das so ist, müsst ihr halt von Zeit zu Zeit mit dem Plaste-Teil leben :-) Im Januar beginnen dann die Neujahrsempfänge und die Jahreshauptversammlungen, da darf der Rucksack Pause machen. Die finden drinnen statt.







Ist Euch bei einer Tasche die Praktikabiliät oder das Aussehen wichtiger? Oder habt ihr eine Tasche, die beides kann? Was müssen Eure Taschen so mitmachen?

Liebe Grüße

Fran

Mittwoch, 7. Dezember 2016

Ein Schrank voll nix anzuziehen und ein Experiment



Kennt ihr das: Ein ganzer Schrank, in diesem Falle zwei, voller Kleidung und doch am Morgen die Frage: Was ziehe ich denn jetzt an? Da wird von links nach rechts geräumt und der Stapel von Pullovern, Röcken und Hosen, die in genau dieser Kombination vor dem Spiegel dann doch nicht so aussehen wie man sich das vorgestellt hat, wird immer höher. Typische Szene in meinem Schlafzimmer. Hat immerhin den Vorteil, dass der Schrank nach dem Wegräumen des Stapels wirklich ordentlich ist. Aber es gibt Tage, an denen ich mich einfach nicht entscheiden kann. Typisches Problem, wenn der Schrank zu voll ist. Und anstatt abzuspecken kommt immer noch etwas dazu.

Ich bewundere Menschen wie zum Beispiel Ines, die das voll im Griff haben. Eine Kleiderschrank-Inventur habe ich mir schon lange mal vorgenommen, aber vermutlich hält mich die Tatsache davon ab, dass ich genau weiß, dass ich viel zu viele Klamotten im Schrank habe. Im Hintergrund nagt aber ständig das Gefühl, dass da mal was passieren muss. Und nachdem ich inzwischen eine ganze Weile den Blog http://www.un-fancy.com lese, in dem Caroline ihren Weg zur minimalistischen Garderobe beschreibt, wage ich jetzt ein Experiment.


Mit einer Garderobe aus 37 Kleidungsstücken wie Caroline kann und will ich nicht auskommen. So minimalistisch bin ich nicht :-) Aber ich will reduzieren. Was schwer wird, denn ich mag 90 Prozent der Dinge in meinem Schrank wirklich richtig gern. Und ich trage viele Kleidungsstücke viele Jahre lang. Aber es sind einfach zu viele. Einige fristen ihr Dasein in der hinteren Ecke, obwohl ich sie liebe. Sie kommen nur nie an die Luft. Und morgens stehe ich dann da und weiß nicht, was ich anziehen soll, weil ich einerseits soooo gern das helle Kleid, aber andererseits auch die Lieblingsjeans und zum dritten die Stiefel tragen möchte, die weder zum Kleid noch zur Lieblingsjeans passen. Ich lese so oft, dass Menschen sich einen Schrank voller Lieblingsstücke wünschen. Den habe ich. Aber er überfordert mich :-)

Und dann wäre da noch die Sache mit der Nachhaltigkeit. In letzter Zeit häufig diskutiert und wieder verworfen und wieder diskutiert. Fair Fashion - das klingt gut. Aber ist es realistisch, einen ganzen Schrank voller fair fashion zu haben? Als Zara-Abhängige würde ich furchtbare Entzugsqualen leiden. Ich weiß natürlich, wie falsch es ist, bei Zara, H&M und den üblichen Verdächtigen einzukaufen. Und tu es doch immer wieder. In dieser Frage sind sogar meine Töchter manchmal konsequenter als ich. Und die sind 15 und 17 Jahre alt.Ihr dürft mich also Inkonsequentia nennen.


Um den Schrank in den Griff zu bekommen, mich dann doch von dem einen oder anderen Stück zu trennen und vielleicht auch irgendwann ein klein wenig fairer zu werden möchte ich in den nächsten Monaten nach und nach alles aus dem Schrank auf die Probe stellen. In der Praxis wird das so aussehen, dass ich nach einem bestimmten Thema - das können Farben sein oder Muster oder was auch immer mir einfällt - meinen Kleiderständer belade. In einem bestimmten Zeitraum werde ich meine Outfits unter Verwendung der Kleidungsstücke zusammenstellen, was auf dem Ständer hängt. Was am Ende dieses Zeitraumes nicht (gern) getragen wurde, kommt auf den Prüfstand. Damit ihr das Ganze verfolgen könnt, werde ich von Zeit zu Zeit den frisch beladenen Kleiderständer zeigen und gesammelte Outfits aus dem, was dort hängt.

Wie bekommt ihr Euren Kleiderschrank in den Griff? Inventur? Trennt ihr Euch leicht von Kleidungsstücken? Oder trennt ihr Euch nie? Von Sunny weiß ich, dass sie viele Dinge viele Jahre lang aufhebt und manches Stück nach vielen Jahren zu neuen Ehren kommt. Wie sieht das bei Euch aus?

Liebe Grüße

Fran

Sonntag, 4. Dezember 2016

Und sonst so? November 2016

Wow, was für ein Monat! Tränen und Sorgen waren genauso dabei wie Stress und Freunde und ganz viel Lachen. Eben ganz normales Leben. Und irgendwie eine ganze Menge davon.

Fangen wir mit den Tränen an. Die flossen in Strömen, als unsere japanische Austauschschülerin uns wieder verlassen musste. Wir haben Mayo alle in unser Herz geschlossen und ich hoffe, dass sie ihren Besuch in Deutschland in guter Erinnerung behält. Was bleibt, sind viele tolle Augenblicke, eine ganze Parade von Origami-Kunstwerken und der Plan, sie irgendwann in Japan zu besuchen. Immerhin haben wir ihr Bratwurst und Uno näher gebracht und sie mit dem Nutella-Virus infiziert. Natürlich haben wir ihren Koffer mit Nutellagläsern und kiloweise Schokolade vollgestopft :-)




Beruflich war es ein unglaublich abwechslungsreicher Monat. Ich habe mit 15 Kindergartenkindern riesengroße Lebkuchenhäuser gebaut, in unzähligen Ratsitzungen auf die Uhr geguckt und wollte eigentlich lieber auf ein Sofa, erstmals einen NPD-Ratsherren ertragen müssen, der unbedingt am Volkstrauertag der deutschen Soldaten, aber nicht der Opfer der Gewaltherrschaft gedenken wollte und sogar Blumen für einen Bericht bekommen. Dass sich jemand mit einem Blumenstrauß bei mir für meine Arbeit bedankt ist höchst selten - normalerweise gibt es eher bitterböse Leserbriefe oder erzürnte Anrufe ;-)



Und in der spärlichen Freizeit? Habe ich ein paar spannende Basketballspiele gesehen und durfte wegen eines Feueralarmes einmal sogar eine halbe Stunde in der Kälte vor der Halle bibbern. Warum jemand mutwillig einen Feuermelder einschlägt, erschließt sich mir nicht, aber vermutlich hatte derjenige, der dafür gesorgt hat, dass 3000 Leute blitzschnell aus der Halle evakuiert wurden, einen Heidenspaß. Sei ihm gegönnt. Immerhin klappte die Evakuierung wie am Schnürchen.


Ich habe zusammen mit dem Hund wunderschöne sonnige Nachmittagsspaziergänge genossen, Schneebälle geworfen und Sonnenaufgänge bewundert. Zwischendrin haben wir den etwas überstürzten Umzug der Schwiegereltern geplant und vorbereitet, der glücklicherweise schon in der ersten Dezemberwoche klappt und der uns ein paar Zentner Sorgen von der Seele nimmt.




Un dich habe es tatsächlich auf einen tollen Weihnachtsmarkt geschafft. Sollte jemand an den nächsten Adventswochenenden in der Nähe von Hamburg unterwegs sein: Der Markt in Gut Basthorst ist wirklich empfehlenswert. Immer noch nicht erledigt ist die Sache mit dem Adventskranz und der weihnachtlichen Dekoration. Aber das Laub ist immerhin erledigt :-) Und Weihnachten kommt - ob mit oder ohne Kranz.




Lassen wir uns überraschen, was der Dezember so im Köcher hat!
Liebe Grüße
Fran


Freitag, 2. Dezember 2016

In Schweinchenrosa auf Käsejagd



Vermutlich bin ich die einzige Frau in Deutschland, die diese Pullover immer noch trägt :-) Vor einigen Jahren gab es ihn bei H&M in der Lana del Rey-Kollektion und man sah ihn gefühlt überall. Inzwischen ist es sowohl um Lana del Rey als auch um den Pullover ruhig geworden, aber ich mag ihn immer noch. Der Rest der Familie ist zwar der Meinung, dass ich darin aussehe wie ein Marzipanschweinchen. Wenn`s weiter nix ist: Schweinchen sind irgendwie niedlich und Marzipan mag ich sowieso. Um allerdings nicht ganz tief in der Niedlichkeits-Falle zu landen, habe ich einfach eine schwarze Lederhose dazu kombiniert. Und meine geliebten Punktesocken zu den roten Lack-Brogues. Die sind noch weit älter als der Pullover. Bordeauxrot ist eh jeden Herbst wieder angesagt, allerdings immer unter einem neuen Namen.

Als diese Bilder entstanden, war ich allerdings weder auf Schweine- noch auf Marzipanjagd, sondern auf der Jagd nach Käse. Genauer gesagt auf der Jagd nach dem Fahrenholzer Käsetopf aus der Käserei Fehling. Das ist eine kleine Landkäserei zwei Dörfer weiter, die Käse aus der Milch von glücklichen Kühen herstellt. Die Kühe sind tatsächlich glücklich und es sind auch nur einige wenige. Wenn Milch alle, kein Käse mehr.  Den Käse kann man aussschließlich in der Käserei selbst kaufen. Und im Automaten beim Bauernhof im gleichen Dorf. Der verkauft nämlich nicht nur die Milch an der Milch-Tankstelle, sondern auch einige andere Produkte aus dem Dorf. Unter anderem den Käsetopf. Ohne den können meine Kinder nämlich nicht mehr leben. Es handelt sich um in Öl eingelegten Käse mit Knoblauch und Rosmarin. Das Zeug wird im Hause W. in Massen gefuttert und ist immer dann alle, wenn die Käserei gerade geschlossen ist. Also pilgern wir in regelmäßigen Abständen zum Automaten.

Hofläden gibt es hier viele, aber die Öffnungszeiten kann sich wirklich kein Mensch merken. Der eine Hofladen ist nur vormittags geöffnet und samstags gar nicht. Der nächste nur von Donnerstag bis Samstag, dafür aber bis 17 Uhr. Und der dritte ist ausgerechnet dienstags, wenn ich regelmäßig dran vorbeifahre, geschlossen. Da ist ein 24-Stunden-Automat schon praktisch.

Ich kaufe nämlich unheimlich gern in Hofläden ein. Zum einen haben die immer frische Ware, zum anderen total leckere Dinge, die man anderswo nicht bekommt und drittens haben die Besitzer von Hofläden die leckersten Rezepte auf Lager. Ich war daher ganz schön überrascht, als ich kürzlich in einer Pressemitteilung des Bauernverbandes las, dass Hofläden zwar voll im Trend liegen, aber die Läden immer weniger Umsatz machen. Auf Blogs beispielsweise lese ich oft, dass auf dem Wochenmarkt oder im Hofladen eingekauft wird. Wobei ich mir das Einkaufen im Hofladen durchaus problematisch vorstelle, wenn man in der Stadt wohnt. Da gibt es nun mal keine Hofläden an jeder Straßenecke. Und wie gesagt: Die Öffnungszeiten sind manchmal schon gewöhnungsbedürftig.

Wie sieht das bei Euch aus? Kauft ihr in Hofläden? Auf dem Wochenmarkt? Oder doch lieber im Supermarkt?








Liebe Grüße

Fran

Mittwoch, 30. November 2016

Looking rich for less

So lautete die Titelzeile auf der letzten Instyle, auf die kürzlich beim Wochenend-Einkauf im Supermarkt mein Auge fiel. Ich lese Titelzeilen ganz oft unbewusst im Vorbeigehen. Und war eigentlich schon auf dem Weg zur Kasse, da signalisierte plötzlich Großhirn an Kleinhirn das große Fragezeichen. Hä? Was will die Instyle mir mit dieser Titelzeile sagen? Also flugs umgedreht, Heft eingepackt und zuhause durchgeblättert. Ein wenig Suchen war nötig, dann hatte ich sie vor mir, die Bilderstrecke mit Outfits zum Thema: „Sie sehen nach Jetset-Budget aus, aber kosten nicht so viel“.

Lassen wir die Bling-Bling-Klamotten der drei Seiten jetzt einfach mal weg, denn die waren irgendwie sehr durchschnittlich Bling-Bling. Aber warum zur Hölle sollte frau jetzt bitteschön reich aussehen?

Am Anfang reichte es, wenn wir wenigstens gertenschlank waren. Size Zero war nicht dringend nötig, aber alles jenseits der 36 war irgendwie - aus der Fassung geraten? Schlank war wichtig. Und ist es immer noch, machen wir uns mal nix vor.

Dann sollten wir möglichst jung aussehen. Obwohl wir alt sind. Und bevor sich jetzt entrüstetes Gemurmel erhebt: Alles jenseits der 40 ist in den Augen einer durchschnittlichen Instyle-Redakteurin vermutlich alt. Und ehrlich gesagt - als ich 25 war, erschienen mir Frauen über 40 oder gar über 50 auch ganz furchtbar alt. So alt, wie ich nie werden würde. Nu isses doch passiert. Schieben wir das Wort "alt" also auf die Überheblichkeit der Jugend und behandeln es nachsichtig. Trotzdem bleibt: Die äußeren Zeichen des Alterns, vulgo Falten, will keiner so wirklich. Der eine schließt trotz allem seinen Frieden mit ihnen, der andere bekämpft sie bis aufs Messer. Oder mit dem Messer. 

Und nun sollen wir neben schlank und jung auch noch reich aussehen? Warum? Mich überfordern ja schon die ersten beiden Punkte, beim dritten kapituliere ich. Ich bin nämlich nicht reich. Und ich wüsste auch nicht wirklich, warum ich den Eindruck erwecken sollte, es zu sein. Damit meine Freunde denken, ich habe plötzlich den großen Lottogewinn eingestrichen? Nee, lass mal. Das weckt Begehrlichkeiten, die ich nicht bedienen kann.

Andererseits ist „reich aussehen“ scheinbar durchaus ein Thema. Vor ein paar Wochen gab es auf Journelles eine Diskussion über Fakes. Und ich fragte mich beim Lesen, warum sich Fakes so gut verkaufen. Also die Fakes, von denen man schon beim Kauf weiß, dass es welche sind. Und die man kauft, weil man sich die Original-Ausgabe nicht leisten kann. Mir fallen da auf Anhieb zwei Gründe ein: Man mag das Original sehr, kann es sich aber nicht leisten. Nichtmal mit Sparen. Also mag der eine oder andere sich mit der Kopie begnügen. Bei mir hängt auch kein echter Van Gogh im Flur, sondern ein Druck. Oder aber man möchte, dass der Rest der Welt denkt, es sei tatsächlich das Original. Denn man möchte, dass alle anderen denken, man könne es sich leisten.

Bei Grund zwei bin ich durchaus versucht, in die nächste Tischkante zu beißen. Der Fake als Eintrittskarte in einen exklusiven Club? Wenn das mal nicht in die Hose geht und irgendwer merkt, dass der Fake ein solcher ist... Noch erstaunlicher als die Vorstellung, mit einem Fake in den vermeintlichen Jetset aufzusteigen fand ich allerdings diejenigen, die meinten, dass Fakes ihnen den Spaß am Original verdirbt. Denn wenn Krethi und Plethi mit einem billigen Nachbau durch die Gegend wackeln, dann verliert er scheinbar an Exklusivität und der Status als Jetsetter ist in Gefahr. Joa, wenn das so ist... 

Ich werde mir also weder einen Fake von irgendwas zulegen (obwohl - so ein gefaktes Mini Cabrio zum halben Neupreis, den würde ich durchaus nehmen *grins*) noch werde ich eines der Bling-Bling-Kleidchen aus der „Aussehen wie ein Jetsetter“-Abteilung der Instyle kaufen. Ich lebe einfach mit dem fehlenden Reichtum. Also dem materiellen. Denn reich an Erfahrung bin ich ja. Es sind ja eh die inneren Werte, die zählen ;-)

Und ihr? Ist es für euch erstrebenswert, „reich“ auszusehen?

Liebe Grüße

Fran

Montag, 28. November 2016

Blümchen und Doc Martens


Passt ja eigentlich nicht so richtig zusammen, das Kleid mit den aufgestickten bunten Blümchen und die Doc Martens. Aber genauso wie das Kleid eigentlich gar nicht zu mir passt und trotzdem das meistgetragene Kleid im Herbst war, so passt die Sache mit den Docs halt doch. Finde ich. Zumindest farblich harmonieren Schuhe und Kleid hervorragend :-)

Das Kleid habe ich irgendwann im Spätsommer gekauft. Eigentlich ist es für alles unter 15 Grad viel zu dünn. Aber da es im Herbst und Winter nicht im Schrank versauern sollte, habe ich einfach nach warmen Kombipartnern gesucht. Nummer eins, die Allzweckwaffe: Eine Thermostrumpfhose. Die Dinger sind einfach richtig schön warm, die bringen jeden Rock und jedes Kleid respektive jedes Bein problemlos durch den Winter. Nummer zwei: Die Wickel-Strickjacke. Die lässt wenigstens die Blümchen auf der Vorderseite unangetastet und auch wenn sie augrund der Stoff-Fülle unter der Jacke nicht eben ein echter Figurschmeichler ist - warm ist sie :-)

Ich bin sicher, ihr kriegt das Kleid im Winter auch noch mit schwarzen Overknees auf die Augen, aber im Herbst mag ich lieber die Doc Martens, weil die so schön bunt sind. Klar sorgen die ganz gewiss nicht für den Eindruck von Gazellenbeinen - aber hey, ich bin ja auch keine Gazelle. Und mit der Farbe kann man immerhin die Umwelt auf sich aufmerksam machen ;-) Als ich die Docs vor einigen Jahren kaufte, wendete sich der Rest der Familie entsetzt ab und faselte was von „Geht gar nicht“. Kaum werden die Schuhe aber durch jede Instyle dieser Welt geschleift, finden zumindest die Kinder sie prima. Mein Mann fragt zwar immer noch, welche Waldbrände ich damit austreten möchte, aber auch der wird irgendwann, wenn wir von brennenden Bäumen umzingelt sind, die inneren Werte dieser Schuhe erkennen. Auf jeden Fall sind sie, auch wenn sie nicht so aussehen, ungemein bequem.

Ach, und falls ihr Euch fragt, was dieses Kissen auf dem Bild macht - so ganz genau weiß ich das auch nicht. Ich fand es einfach schön, dass das Kissen die gleiche Farbe hat wie die Schuhe. Und da meine Model-Qualitäten nicht so wirklich ausgeprägt sind, finde ich es weit angenehmer, irgendetwas in der Hand zu haben, während die gestrenge Frau Fotografin wieder mal sagt „Biete was an“. So ein Kissen kommt einem ausgeprägten Spieltrieb da sehr entgegen!

Außerdem findet mein Mann das Kissen genauso furchtbar wie die Schuhe. Und trotzdem ist er vor einiger Zeit freiwillig in die Möbel-Hölle des Grauens (so bezeichnet er aus unerfindlichen Gründen den nächstgelegenen Ikea) gefahren, weil ich genau dieses Kissen wollte. Normalerweise kriegen ihn keine zehn Pferde da rein. Aber ich habe wohl sooooo bemitleidenswert ausgesehen, dass er den Weg des Grauens auf sich genommen hat. Das muss Liebe sein. Oder er wollte, dass ich ein Hemd bügle. Oder etwas zu essen. So genau erinnere ich mich ehrlich gesagt nicht mehr *grins*

Mit dem Doc Martens-Virus ist übrigens auch Gunda befallen. Hier und hier sind die guten Stücke zu sehen. Ebenfalls mit Blümchen. Geht also doch :-)









Liebe Grüße
Fran


Mittwoch, 23. November 2016

Nicht nur zur Weihnachtszeit: Und wer nimmt Oma?

Moin ihr Lieben,

tja, nun ist es passiert. Ich habe es vor lauter Job und Privatleben nicht geschafft, einen Mittwochspost zu schreiben. Zeitmanagement sechs, setzen. Aber immerhin habt ihr jetzt auch frei und dürft die gewonnene Zeit für schöne Dinge einsetzen. Weihnachtsdeko im ganzen Haus verteilen vielleicht. Oder ein gutes Buch lesen. Oder einfach nur einen Kaffee oder Tee trinken und aus dem Fenster gucken. Kann auch ganz unterhaltsam sein :-)

Ich habe leider zur Zeit für nichts von alledem Zeit. Im Job zerren gefühlt alle an Armen und Beinen und wenn man dann noch beleidigte Ex-Bürgermeister an der Backe hat, die der Meinung sind, dass das Wahlsystem aufgrund von dummen Wählern, die diesmal jemand anderes gewählt haben, geändert werden muss, dann kann das auch schonmal nerven.

Privat ist ebenfalls Stress angesagt. Nein, ich habe weder meinen Mann wegoptimiert noch die Kinder ausgesetzt. Aber sich um Eltern zu kümmern, die ein paar Hundert Kilometer entfernt leben und deren Traum vom selbständigen Leben im eigenen Heim ganz plötzlich zerplatzt und für die eine neue Lösung gefunden werden muss, ist nicht unbedingt förderlich für die Entspannung. Ein Hoch auf die Großfamilie vor Ort, wer sie denn hat. Und falls nicht, hier ein kleiner Tipp: Es ist problemlos möglich, sich in Einrichtungen zum betreuten Wohnen unverbindlich auf eine Warteliste zu setzen. Man muss da nicht einziehen, sobald eine Wohnung frei wird. Aber man kann. Wenn man dagegen spontan und ruckzuck eine Wohnung braucht, ist das eine Art Roulette. Mal verliert man, mal gewinnen die anderen.

Wo wir schon dabei sind: Unsere Eltern dürften ja alle nicht mehr ganz jung sein. Lebt ihr in der Nähe? Habt ihr jemals mit ihnen darüber geredet, was passiert, wenn was passiert? Wollen sie überhaupt darüber reden? Habt ihr irgendeinen Plan, wer sich wann und wie kümmert?

Ich habe jetzt zum zweiten Mal erlebt, wie schnell eine Situation sich dramatisch verschlechtern kann und wie schlimm es für alle Beteiligten sein kann, eine Lösung zu finden, wenn man sich vorher nicht mit einer solchen Situation beschäftigen mochte. Aber auch dieses Problem werden wir lösen. Bis dahin fällt allerdings eventuell der eine oder andere Post flach. Sorry dafür.

Liebe Grüße
Fran