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Montag, 29. August 2016

Der Sommer ist zurück - Mit Seide und Fransen


Für mich ein Grund zum Jubeln: Der Sommer ist zurück! So richtig, richtig sommerlich mit über 30 Grad und Sonne satt. Bei diesem Wetter macht mir sogar die blödeste Gartenarbeit Spaß - kein Witz. Meine Wetter-App behauptet, der späte Sommer bleibt nach einer klitzekleinen Pause heute und morgen noch die ganze Woche da, wenn auch „nur“ noch mit Temperaturen rund um 25 Grad. Ich freu mich :-)

Da es bei diesen Temperaturen an der Elbe ganz schön voll ist und ich wenig Lust auf Gedränge habe, zieht es mich eher an einen der zahlreichen Seen rundum. Ein ungestörtes Plätzchen am Wasser muss man sich dann allerdings mit manchmal abenteuerlichen Wegen durch die Wildnis erkaufen. Dafür bekommt man dann aber ein Froschkonzert und Gänsegeschnatter obendrein.


Die erste Wahl bei solchen Expeditionen ist meine allerliebste Lieblings-Sommerhose, weil Brennesseln und Shorts irgendwie inkompatibel sind. Die Seidenhose hat schon einige Jahre auf der Uhr. Sie stammt aus der H&M-Kooperation mit Marni und ist einfach nur unglaublich bequem und selbst bei 30 Grad angenehm zu tragen. Sollte sie irgendwann das Zeitliche segnen, wird sie ein Staatsbegräbnis und viele Tränen bekommen. Allerdings ist das gute Stück wirklich überraschend robust. Ich trage sie oft, sie wird häufig durch die Waschmaschine gejagt und zeigt noch keinerlei Ermüdungserscheinungen. Der dünne, fluffige Cardigan, den ich dazu trage, stammt übrigens aus dem Kleiderschrank von Tochter, klein. Eigentlich ist er mir mit den Fransen und dem eingestickten Muster etwas zu tüddelig. Aber da man ihn prima als decke zweckentfremden kann, durfte er mit und auf den Fotos gefällt er mir richtig, richtig gut. An die Füße kommen ein Paar Espadrilles, die ich vor mindestens genauso vielen Jahren wie die Hose mal bei Deichmann gefunden habe und die erstaunlicherweise nicht nur unsagbar bequem, sondern auch unsagbar haltbar sind.

Einen Nachteil hat der Cardigan übrigens: Man bleibt mit den Fransen überall hängen. Und wenn ich sage überall, dann meine ich überall. Jeder Grashalm scheint nichts Besseres zu tun haben als sich mit den Fransen inniglich zu verbrüdern. Selbst die Bommel an der Korbtasche waren vor den Fransen nicht sicher und ich war den halben Tag damit beschäftigt, das Ganze wieder zu entwirren. Mächtig unpraktisch, sowas. Also hängt das gute Stück inzwischen wieder im Schrank und schämt sich ;-)

Ich genieße derweil die Sommertage und ihr solltet das auch tun! Der Herbst kommt früh genug und hat auch noch diesen doofen Winter im Schlepptau. Also raus mit euch, in den Garten, auf den Balkon oder die Terrasse!







Liebe Grüße

Fran

Hose: H&M x Marni
Top & Cardigan: Zara
Schuhe: Deichmann
Tasche: Markt auf Mallorca

Freitag, 26. August 2016

Mein Kleid - mein Rock - ü30Blogger & Friends



Warum ich Kleider liebe

Egal ob Winter oder Sommer - ich liebe Kleider. Noch mehr als Röcke, denn so ein Kleid hat einen unbestreitbaren Vorteil: Man zieht es an und ist fertig. Kein hektisches Suchen nach passenden Kombipartnern im Kleiderschrank. Anziehen, Schuhe dazu und gut. Im Herbst werden die Lieblings-Sommerkleider dann mit einer kuscheligen Strickjacke oder einem Pullover und Stiefeln wetterfest gemacht. Und im Winter greife ich am liebsten auf Strickkleider und Wollstrumpfhosen zurück. Die Erwähnung letzterer sollten die Klicks auf diesen Beitrag sofort in schwindelerregende Höhen treiben, wenn ich mir die Suchbegriffe der letzten Wochen so ansehe ;-)

Geburtstagsausflug an die Ostsee


Aber weg von Strumpfhose, zurück zum Kleid. Das habe ich Euch schon mal ganz kurz in einem Wochenrückblick gezeigt. Heute gibt es das gute Stück etwas ausführlicher. Fotografiert haben wir es anlässlich meines Geburtstagsausflugs nach Boltenhagen. Wenn im Hause Fran jemand Geburtstag hat, darf der nämlich bestimmen, was an diesem Tag passiert. Ich wollte an die Ostsee. Da sind wir oft, ist ja nicht wirklich weit von hier. In Boltenhagen allerdings war ich zuvor nur einmal, und zwar kurz nach der Wende. Da sah es noch äh ja, für westliche Augen etwas gewöhnungsbedürftig aus. Inzwischen hat sich viel getan. Die sozialistischen Platten-Hotels sind verschwunden, die alten Villen mit viel Liebe saniert und dazwischen sind relativ viele überraschend hübsche Neubauten entstanden. Der Strand ist hübsch und nicht allzu überlaufen. Nur die Neigung der Deutschen, sich am Strand mit allen verfügbaren Mitteln zu verbarrikadieren, die werde ich wohl nie verstehen.

Nein, es war nicht windig. Überhaupt nicht. Aber mit Sichtschutz fühlen wir uns am Stand wohl am wohlsten. Ich wäre nicht überrascht gewesen, wenn die "Parzellen" auch noch von Gartenzwergen bewacht worden wären ;-)

Das Lieblingskleid

Äh, eigentlich wollte ich ja zurück zum Kleid. Gekauft habe ich es bei COS. Von dort stammen die meisten meiner Kleider. Für Menschen, die es körpernah lieben, ist das nix. Für mich dagegen schon. Angetan hatte es mir nicht nur der V-Ausschnitt, sondern vor allem der asymmetrische Schnitt. Ich habe anfangs gezweifelt, ob ein schwarzes Kleid tatsächlich sommergeeignet ist. Es ist. Durch die Weite ist das Kleid luftig und der Stoff ist auch bei großer Hitze kühl. Das große Schwarze bekommt auf jeden Fall für mich den Titel „Lieblingskleid Sommer 2016“. Für den Ausflug habe ich das Kleid mit Turnschuhen kombiniert. Es funktioniert allerdings auch wunderbar mit Sandalen oder Pumps. Letztere habe ich abends zum Essen ausgeführt. Das erste Mal Absätze seit Februar. Sagen wir es so: Für die zehn Meter vom Auto zum Restaurant ging es. Weiter wäre ich nicht gekommen ;-)






In dieser Woche zeige nicht nur ich mein Lieblingskleid, sondern auch viele andere ü30-Blogger haben sich in ihre Lieblingskleider und -röcke geworfen. Guckt doch mal rein!

Liebe Grüße
Fran


Mittwoch, 24. August 2016

Hoch lebe das Klischee! Oder: Super-Fran vs. Super-Blogger ;-)

Warnung: Dieser Text kann Spuren von Satire enthalten. Er ist mit einem leisen Lächeln zu lesen. Wer dazu nicht in der Lage ist: Finger weg!

Das gemeine Klischee ist ja sowas von out. Man sortiert Menschen nicht in Schubladen, das ist böse! Aber manchmal, da sitzt dieses kleine Teufelchen auf meiner Schulter und hat eine Riesenkommode dabei. Mit gaaaaanz vielen Schubladen. Und wenn ich dann nichts Besseres zu tun habe, dann ziehe ich einfach mal an den Knäufen der Schubladen und mache sie auf und wieder zu und - schwupps - ist doch was drin gelandet. Manchmal sperre ich mich sogar selbst in eine Schublade :-).

Komischerweise passiert mir das gern einmal, wenn ich mich durch die Welt der Hochglanz-Blogs, der wahren Influencer des Blogosphäre bewege. Lauter unglaublich tolle, unglaublich entspannte Menschen. Die Super-Blogger. Und dann bin da ich: Super-Fran. Let the games begin.

Bevor sich jetzt wieder jemand angegriffen fühlt: Alle nicht genannten Namen der handelnden Personen, die in der Realität natürlich gar nicht existieren, sind frei erfunden. Das gilt ebenso für alle Handlungen, alle Kooperationen, alle Ehemänner, für einfach alles.

Die Super-Bloggerin ist immer, aber auch immer gut drauf. Sie ruht in sich. Sie hat ihren Mittelpunkt gefunden. Ihr Leben ist spannend. Quasi täglich erlebt sie tolle Abenteuer, trifft wahnsinnig spanende Menschen, beginnt und beendet den Tag mit einem Lächeln und ist gut drauf. Langeweile, Stress oder schlechte Laune? Gibt es nicht. Den täglichen Nerv-Kram erledigt sie quasi zwischen vier und sechs Uhr morgens, als gleich im Anschluss an die mit Champagner durchfeierte Nacht, um die Leserschaft damit nicht zu belästigen. (Merke: Die Leserschaft will sowieso nur Bilder gucken und bitte niemals mit alltäglichem Kram belästigt werden.) Nervige Kinder, blöde Chefs und Ehemänner, die Zahnpastakleckse im Waschecken hinterlassen, gibt es in Bloggerhausen nicht. Die werden genauso wie der Berg Bügelwäsche unter den mit irre viel Liebe ausgesuchten schwarz-weißen Teppich in der stylishen Wohnung in einer der Metropolen dieser Welt befördert.
(Anmerkung des Verfassers: Manchmal frage ich mich, ob sie dort irgendwann wieder hervorkriechen und in ein Instagram-Bild springen. Oder ob sie modern und müffeln. Dann gibt es Probleme, sobald Insta-Odeur erfunden wird.)

Super-Fran ist zwar wirklich oft, aber garantiert nicht immer gut gelaunt. Ihr Mittelpunkt? Ja, der muss irgendwo sein. Wenn sie Zeit hat, sucht ich ihn. Der liegt vermutlich gleich neben diesem Fahrradschlüssel, der vor zwei Jahren spurlos verschwand. Super-Fran liebt ihr Leben, ihre Familie, ihre Hund und sogar  ihren Job. Das ist aber kein Grund, von Zeit zu Zeit nicht mal so richtig wütend auf alle zu sein und entsprechend rumzupesten. Sie erlebt nicht täglich neue Abenteuer, sondern irgendwie verdammt oft einen Murmeltier-Tag. Es gibt Tage, da ist sie schon mit dem Klingeln des Weckers genervt. Und springt wahrlich nicht fröhlich aus dem Bett, genießt mit allen Sinnen die ersten Sonnenstrahlen, um anschließend den vom Gatten liebevoll per Hand aufgebrühten Kaffee mit handgeschlagenem Milchschaum lächelnd entgegenzunehmen, sondern schleppt sich mit grantigem Blick auf den Rest der immer noch pennenden Familie und das ganz und gar unstylishe Chaos in der Küche zum Vollautomaten und ist gerade noch in der Lage, auf den Knopf zu drücken. Und bei der ersten Zigarette des Tages denkt sie ernsthaft darüber nach, dem Schwalbennachwuchs, der lautstark direkt über dem Schlafzimmerfenster plärrt, den Garaus zu machen.

Die Super-Bloggerin hat Zeit. Nicht nur dazu, untadelige Fotos von sorgfältig durchkomponierten Outfits zu schießen. Nein, sie schafft es nebenbei auch noch, mindestens drei Instagram-Fotos pro Tag hochzuladen, die ein traumhaftes Frühstück, ein wunderschönes Detail aus der selbstverständlich auf Hochglanz polierten Wohnung, ersatzweise einen riesigen Blumenstrauß, natürlich vom Liebsten ins Büro geschickt, und ein phänomenales Outfit für die abendliche Me-Time zu zeigen. Der Termin bei Friseur oder Kosmetikerin, der entspannte Bummel durch ein bis zwei Luxus-Läden, der Gang ins Fitness-Studio oder der total relaxte abendliche 15-Kilometer-Lauf passen spielend in den Tag, neben dem erfolgreichen Vollzeitjob in einer Führungsposition.

Super-Fran zieht nicht selten am Morgen in fürchterlicher Eile, weil der Hund mal wieder einem Kaninchen hinterherträumte anstatt die Spaziergeh-Zeit minutiös einzuhalten, irgendein Outfit aus dem Schrank, das sich beim ersten Blick auf den Spiegel als „geht gar nicht“ erweist, um dann weitere Klamotten von den Bügeln zu reißen und schlussendlich auf einem riesigen Berg nix anzuziehen zu landen. Kein Instagram-taugliches Bild, sorry. Bevor Super-Fran ins Büro fährt, schafft sie es gerade noch, den Abwasch zu erledigen und die größten Stolperfallen im Haus zu entsorgen. Im Büro gibt es keine Blumen, sondern erzürnte Leserbriefe. Ihre Friseurin hat in den nächsten Wochen keinen Termin frei. Und nach Redaktion, Terminen, Fütterung der Raubtiere, niederen Putzarbeiten und Wäschebergen sinkt sie oft genug ermattet aufs Sofa anstatt fröhlich und federleicht um den Deich zu joggen. Den Chefredakteursposten hat sich derweil natürlich ein Mann unter den Nagel gerissen. Super-Fran bleibt weiterhin auf der Berichterstattung über die Geflügelzüchtern hängen.

Die Super-Bloggerin hat Muße (ja, das schreibt man mit ß. Muse ist etwas anderes. Nachzulesen im Duden) und Zeit, ihrer Familie täglich mindestens drei vollwertige, höchst gesunde, vegane, herrlich angerichtete Mahlzeiten zu bereiten, zu denen selbstverständlich gesundes Wasser getrunken wird, zwischendurch einen dekorativen Sweet-Table vorzubereiten und nicht nur die eigenen Kinder, sondern täglich noch mindestens dreißig unheimlich gute Freunde und Herzensmenschen mit Speis und Trank glücklich zu machen. Total easy, ey. 

Super-Fran rettet derweil ihre Cola Zero vor dem Zugriff der Kollegen. Irgendwann wird ihr Magen sich in Wohlgefallen auflösen. Hat schon ihre Mutter prophezeit. Die einzigen Obstsorten, die sich verlässlich in der Obstschale befinden, sind Äpfel und Birnen. Fotogene Erdbeeren, Himbeeren, Granatäpfel und Kirschen, die sie tags zuvor aus dem Supermarkt respektive Hofladen zerrte, hat der Nachwuchs im Rahmen eines nächtlichen Fressanfalls vernichtet. Oh, in der letzten Ecke des Kühlschrankes ist noch ein Joghurt! Der muss schon über dem Verfallsdatum sein. Sonst wäre der längst verschwunden. Die Mega-Packung Kinderriegel hat Super-Fran versteckt. NOCH hat der Nachwuchs sie nicht gefunden. Also Kinderriegel zur Cola! Super-Fran wird früh sterben. In Windeseile wird ein leider nur vegetarisches Mittagessen (hey, vegetarisch - ist Super-Fran wenigstens in dieser Disziplin auf dem Weg zur Super-Bloggerin?) aus dem Hut gezaubert, das nicht die geringste Chance hat, fotografiert zu werden, bevor es in den Kindern verschwindet. Wenn Super-Fran es schafft, einmal pro Woche ihre beste Freundin für zwei Stunden zu sehen und ihr möglichst die Haare vom Kopf zu fressen, ist sie heilfroh. Also Super-Fran, nicht die Freundin. Die weiß genau, dass Super-Frans kulinarischen Talente eher auf der Nehmerseite liegen.

Die Super-Bloggerin bekommt zum Jahrestag des ersten gemeinsamen Supermarkteinkaufes mit ihrem Traumpartner mindestens eine Designertasche geschenkt. Der Mann ist selbstverständlich bester Freund, Geliebter, Kumpel, Vertrauter, Zahlmeister und noch viel mehr in Personalunion und mit ihm streitet man sich niemals nicht. Alle drei Tage ist eine Date-Night anberaumt, schließlich braucht man Zeit zu zweit, ohne den lästigen Nachwuchs. Der genießt derweil den liebevollsten Babysitter der Welt, der einen noch nie versetzt hat und in den die lieben Kleinen und die lieben Großen vernarrt sind, weil er bei jedem Einsatz nicht nur pädagogisch wertvoll spielt und die Kleinen ohne Wenn und Aber liebt, sondern ganz nebenbei noch das Haus wienert und den Garten auf Vordermann bringt. Ach ja, der monatliche Kurzurlaub zu zweit in den schönsten Luxusresorts dieser Welt wird von der Super-Bloggerin im Alleingang geplant. Dafür durchforstet sie tagelang das Netz für die geheimsten Geheimtipps völlig abseits dieser schmuddeligen Touristen.

Super-Fran fürchtet, ihr Mann kann sich an den ersten gemeinsam Supermarkteinkauf nicht mehr erinnern. Und selbst wenn er es könnte - der Sinn von Handtaschen in einer Preisklasse oberhalb von 500 Euro hat sich ihm noch nicht erschlossen. Mist. Immerhin brauchen Super-Fran und ihr Mann keinen Babysitter mehr, wenn sie abends ausgehen wollen. Das bedeutet aber leider auch, dass Haus und Garten eben nicht vom Babysitter gerichtet werden. Doppel-Mist. Wenn die beiden ins Kino gehen, wird in der Regel erstmal eine halbe Stunde über die Wahl des Filmes diskutiert. Und - sagt es bitte, bitte nicht weiter - sie haben sogar schonmal gestritten! Die Luxusresorts fielen der Tatsache, dass Super-Fran auf der Karriereleiter immer nur bis Sprosse drei kommt, zum Opfer. Und selbst im Kurzurlaub im Nicht-Luxus-Hotel hat sie nicht ausschließlich gigantischen Sex, sondern streitet manchmal. Vor allem dann, wenn sie Hunger hat.

Ihr seht selbst, bei Super-Fran herrscht noch mächtig viel Optimierungsbedarf. Und weil ein Blogger ja immer ein paar total geheime Projekte braucht, über die er im Moment noch nicht reden darf, aber bald, ganz bald erfahrt ihr exklusiv mehr, wollen wir doch mal sehen, ob da noch was zu retten ist. Bis demnächst in diesem Theater!

Liebe Grüße
Super-Fran
Nach Diktat verreist in Richtung Super-Blogger





Montag, 22. August 2016

Spaziergang in Jeans, T-Shirt und Patches, Krabben inklusive


Patches sind Trend


Patches, also Aufnäher, sind schon seit dem letzten Jahr vermehrt auf Jeans und Shirts zu finden und dieser Trend soll auch im Herbst anhalten. Das zumindest behaupten diejenigen, die sich damit auskennen. Prima, denn ich mag diesen Trend. Jeans mit Aufnähern waren schon in den Achtzigern angesagt. Ich erinnere mich an eine Jeans, die über und über mit bunten Patches versehen war und die ich getragen habe, bis sie sprichwörtlich in Fetzen von den Beinen fiel. Als ich im Frühling das T-Shirt bei Zara entdeckte, war es natürlich meines. Die passende Jeans entdeckte ich dann im Urlaub in Valencia. Da war es allerdings viel zu heiß für eine Jeans. Hier in Norddeutschland nicht, da passen Jeans fast immer, zumindest für Hundegänge.

Hochbetrieb an der Elbe


Shorts trage ich dabei fast nie, denn es kommt durchaus vor, dass der Weg durch Brennessel-Felder an der Elbe führt, weil die Sandstrände bereits durch Angler belegt sind. Ein Angler hat nämlich mindestens drei Angelruten dabei und da der gemeine Angler nur in Rudeln auftritt, stehen im Sand oft ganze Batterien an Angelruten. Dazu kommen während der Hamburger Sommerferien noch Scharen von Ausflüglern. Wenn dann jedes Fleckchen Sandstrand belegt ist, bleibt mir und dem Hund nur noch die Wildnis. Fine liegt nämlich Wasser und für ein Bad in der Elbe tut sie alles. Ich natürlich auch, also rein in die Wildnis. Diesmal hatten wir allerdings Glück, die Slip-Anlage war frei. Dort lässt der letzte Fischer im Dorf sein Boot in die Elbe, daher ist das Stück Weg asphaltiert.

Nicht so lecker: Wollhandkrabben


In der Nähe der Slipanlage finden sich im Sommer immer die niedlichen Tierchen, die ihr auf dem zweitletzten Fotos seht. Das gute Stück habe ich extra aus dem Wasser gefischt, um meine Tochter zu erschrecken. Das ist eine Wollhandkrabbe, allerdings ein kleines Exemplar, und die gibt es hier im Sommer in Massen. Irgendwann kamen sie angeblich als blinde Passagiere aus Asien nach Hamburg und fanden die Elbe wohl ganz gemütlich. Seitdem vermehren sie sich. Und vermehren sich. Und vermehren sich. An der Fischtreppe ganz in der Nähe sieht man sie im Sommer zu Hunderten krabbeln. Die Möwen freuen sich über das leckere Essen. Die Fischer sind weniger begeistert, wenn sich die Hälfte des Fangs als Krabben entpuppen. In Asien werden die gern gegessen, aber der Versuch, sie in Deutschland anzubieten, war wohl ein echter Flop. Also kippen die Fischer den unerwünschten Beifang an Land aus und manchmal begegnet man den lieben Tierchen dann auch im Garten, wenn die sich verlaufen. Die Kinder hatten fürchterliche Angst vor den Viechern, als sie noch klein waren. Ein bisschen Erschrecken funktioniert heute auch noch :-)







Krabbelnde Grüße
Fran

Jeans & T-Shirt: Zara



Freitag, 19. August 2016

Erster Blick auf die Herbsttrends *Werbung*

Eigentlich wünsche ich mir ja, dass der Sommer bleibt. Naja, was heißt hier bleibt - so richtiges Sommerwetter hatten wir hier im Norden in diesem Jahr gefühlt immer nur drei Tage lang... Inzwischen werden die Tage fühlbar kürzer und demnächst ist dann wohl endgültig Schluss mit der Hoffnung auf 30 Grad. Dann heißt es wieder Shorts und Sommerkleider einmotten und so langsam die Pullover rausholen. *schluchz*

Und da wären wir dann auch schon bei der Frage: Was tragen wir denn im Herbst so? Die Zeitschriften überbieten sich gerade mit den neuen Trends und auch online ist schon Einiges zu finden. Und klar sind wir ja alle schon erwachsen und rennen Trends niemals hinterher ;-) Genau genommen tragen wir sowieso nur, wozu wir Lust haben und wenn wir einen Trend aufgreifen, dann nur, weil er zu uns passt. Erwachsen bin ich zwar auch, aber trotzdem mag ich es, ab September durch die Läden zu bummeln und zu schauen, wohin der Trend-Zug fährt. So ganz unbeeindruckt lässt mich der nämlich trotz meines Alters nicht.

Ganz oben auf der Trendliste: Samt. Samtblazer, Samtblousons, Samtblusen, Samthosen - die Invasion von Samt ist in einigen Online-Shops schon spürbar. Irgendwann, vor vielen, vielen Jahren gab es schon einmal den Samt-Overkill. Ob ich da mitmache? Keine Ahnung. Immerhin bin ich im Besitz eines Paares Samtpumps :-) Als ich die kaufte, guckte die gesamte Familie etwas schräg. Tja, nun dürfen sie stolz auf mich sein. Ich hatte damals schon eine Trend-Spürnase *grins*



Wesentlich lieber ist mir Trend Nr. 2: Lackleder. Von vielen immer noch ein bisschen in die Rotlicht-Ecke gedrängt finde ich Lackleder, ob Schuh oder Jacke oder Hose, einfach klasse. Auf meine Lacklederhose, die die letzten Monate im Winterquartier verbrachte, freue ich mich jetzt schon. Ihr kennt sie aus zwei Posts: Hier und hier. Ein Blouson mit Lackleder-Einsätzen hängt schon seit Jahren im Schrank, Stiefeletten aus Lackleder ebenfalls.



Dann hätten wir da noch einen Trend, der mit ziemlicher Sicherheit an mir vorbeigeht: Karos. Och nö, da setze ich wohl aus. Genauso wie bei Schluppen- oder Rüschenblusen. Rüschen trug ich zuletzt vor gefühlten 100 Jahren, als ich noch Turniere tanzte. Mitte der 80er waren Rüschen an Turnierkleidern der letzte Schrei. Nunja, eine Wiederholung an mir  schließe ich mal kategorisch aus :-) Genauso wie die der 70er. Schlaghosen sind durchaus ok, aber diese Muster... Ich erinnere mich noch genau an eine völlig irre Tapete, die seit der Fußball-WM 1974 die Wände des Esszimmers meiner Eltern zierte. Äh ja, beim Anblick dieses Tapetenmusters war zumindest Übergewicht ausgeschlossen... Und da ich mit Mustern sowieso sparsam bin, bleibe ich es wohl auch weiterhin.

Dann wäre da noch der Uniform-Trend. Mit Uniformjacke läuft man bei mir schon immer offenen Türen ein. In meinem Vorleben muss ich wohl einmal ein Zirkusdirektor gewesen sein :-) Diverse zu diesem Beruf passende Jacken wohnen auf jeden Fall schon bei mir.



Was ich außerdem mag, sind Patches. Habt ihr auch schon hier auf dem Blog gesehen. Die eine oder andere findet sie vermutlich unpassend für eine Ü50erin. Ich nicht.


Und was kommt farbtechnisch auf uns zu? Soweit es im Moment zu sehen ist die übliche Mischung aus weinrot, das Jahr für Jahr einen neuen Namen erhält, grau, schwarz, braun und dunkelgrün. In diesem Jahr werden die Herbstfarben durch alles ergänzt, was metallisch schimmert. So ein silberfarbener Plissee-Rock... och, den könnte ich mir durchaus vorstellen. Silberfarbene Schuhe habe ich mir immerhin schon gesichert, sogar in zwei Ausführungen. Die zweite gibt es in den nächsten Tagen zu sehen. Gold dagegen kommt nur in den Safe. Nicht an mich.



Guckt man in die Online-Shops, findet man noch immer viel Sommerliches und so richtig trendig geht es auch noch nicht zu. Die „World of Esprit“ bei Peek & Cloppenburg etwa bietet mehr zeitlose Klassiker als kurzlebige Trendstücke. Die eine oder andere Schluppenbluse taucht zwar auch schon auf, aber noch fährt der Trendzug wohl sehr langsam an.

Das ist gut, denn so habe ich noch ein bisschen Zeit, mir zu überlegen, ob Samt nicht doch einen Versuch wert ist. Und der Sommer hat auch noch die eine oder andere Chance, sich zu zeigen :-)

Habt ihr schon Lieblingstrends für den Herbst ausgemacht?
Liebe Grüße
Fran


Werbung - Mit Unterstützung von Peek & Cloppenburg





Mittwoch, 17. August 2016

Haben wir die Arschkarte?

Die Werbungssau wurde mal wieder durchs Dorf getrieben, wie Mitbloggerin Sunny es formulierte. Grundlage der Diskussion waren zwei Artikel aus der Welt zum Thema Schleichwerbung auf Blogs.


Kurz gefasst geht es darum, dass auf vielen Blogs Werbung d.h. von Firmen bezahlte Posts oder Posts über Dinge, die dem Blogger kostenlos und mehr oder weniger unverbindlich zur Verfügung gestellt wurden, nicht eindeutig gekennzeichnet ist. Die Kennzeichnung ist Pflicht. Wie eine Kennzeichnung auszusehen hat, ist nicht bis ins letzte Detail festgelegt. Festgelegt ist aber, dass Werbung für jeden Leser auf den ersten Blick erkennbar sein muss.  Viele Blogger halten sich an diese Regelung. Und vermutlich genauso viele tun das nicht, manchmal mit wirklich haarsträubenden Begründungen, die ihr in den Artikeln der Welt nachlesen könnt. Mein persönliches Highlight ist ja: Wenn mir das Produkt so gut gefällt, dass ich es mir selbst gekauft hätte, dann kann ich den Hinweis auf Werbung weglassen. Denn dann ist das ja eigentlich keine Werbung. Erinnert mich persönlich ein bisschen an Pippi Langstrumpfs „Ich mache mir die Welt, wie sie mir gefällt“.

Weil er eine oder andere Leser über Werbung die Nase rümpft - ob das gerechtfertigt ist, soll hier nicht Gegenstand der Diskussion sein - ist ein auf den ersten Blick weitgehend werbefreier Blog für viele Blogger und Leser erstrebenswert. Das erspart auch die eine oder andere Diskussion mit Lesern, die Werbung nicht so sehr mögen und denken, „ihr“ Blog habe für alle Ewigkeit werbefrei zu sein.

„Hat nicht derjenige die Arschkarte, der kennzeichnet?“ lautet dann die Zauberfrage, die auch unter Sunnys Post gestellt wurde. Ja und nein. Je nachdem, wie man Arschkarte definiert.

Wenn man es als Arschkarte bezeichnet, dass einem vielleicht einige Kooperationen durch die Lappen gehen, weil man auf eine ordnungsgemäße Kennzeichnung besteht, dann lebt man eben mit der Arschkarte aka weniger Einnahmen oder Produktmuster. Und entdeckt vermutlich öfter mal Kooperationen, die man selbst abgelehnt hat, auf Blogs, die es mit der Kennzeichnung weniger genau nehmen. Darüber kann man sich ärgern. Muss man aber nicht.

Im Gegenzug hat man keine schlaflosen Nächte, falls doch irgendwann eine Abmahnwelle losgetreten wird oder sich der Verbraucherschutz auf die Suche nach Werbungs-Sündern macht. 

Zurück zur Arschkarte. Die habe ich im Prinzip immer dann, wenn ich mich an Vorgaben halte, die andere umgehen.

Jeder, der in Deutschland seine Steuererklärung wahrheitsgemäß ausfüllt, hat im Prinzip die Arschkarte und zahlt mehr Steuern als derjenige, der trickst. Die gleiche Arschkarte habe ich, wenn ich mein Einkommen durch ehrliche Arbeit verdiene anstatt Banken auszurauben oder Omis zu bestehlen. Oder wenn ich im Büro nicht wie der Kollege das Kopierpapier klaue, sondern es selbst kaufe.

Wer sich an Gesetze oder Vorgaben hält, wird von Zeit zu Zeit das Gefühl haben, die Arschkarte zu ziehen, wenn er sich mit denen vergleicht, die sich nicht daran halten. Ob man die Arschkarte nun für sich akzeptiert oder sie lieber weiterreicht, das muss jeder für sich entscheiden.

Liebe Grüße
Fran




Montag, 15. August 2016

Tücken der Technik und ein Spitzenkleid


Viel hätte nicht gefehlt und dieser Post hätte aus technischen Gründen ausfallen müssen. Als ich nämlich diese Fotos und noch diverse andere von der Speicherkarte in der Kamera auf den Rechner kopieren wollte, da behauptet der doch tatsächlich, der Foto-Ordner sei leer. Hä? Dieser Fotoordner beinhaltete ungefähr 200 Fotos von zwei beruflichen Terminen und dieses Outfit. Die KANN nicht leer sein. Und wenn er es doch ist, dann habe ich ein größeres Problem. Nicht wegen der Outfitbilder. Die sind verschmerzbar. Aber wegen der restlichen Fotos. Panik macht sich breit.

Gaaaanz tief durchatmen. Anderer Rechner, anderer Adapter für die Speicherkarte. Der Ordner ist immer noch leer. Die Panik iwrd größer. Dritter Rechner, gleiches Ergebnis. Zurück in der Kamera spricht die Speicherkarte gelassen aus, was mir gerade Angstschweiß auf die Stirn zaubert. Keine Fotos. Mist, Mist, Mist! Während ich gerade erwäge, die Kamera gegen die Wand zu werfen und die Speicherkarte im Klo zu versenken, bleibt der beste aller Ehemänner völlig ruhig und verschwindet samt dem kleinen Übeltäter im Keller. Und während ich eine Viertelstunde später noch immer nicht weiß, ob ich toben oder heulen soll, taucht er nach einer Viertelstunde wieder auf und kündigt an, dass die Datenrettung gerade läuft.

Wenn ich ihn nicht schon längst geheiratet hätte - spätestens in diesem Moment hätte ich ihm einen Antrag gemacht. Eine Stunde später waren die Fotos wieder da! Inzwischen sind sie doppelt gesichert. Was genau passiert ist - keine Ahnung. Die Karte behauptet, die Fotos seien gelöscht worden. Ich habe sie aber NICHT gelöscht. Löschen Kameras eigenhändig ihre Speicherkarten? Haben da außerirdische Mächte ihre Hände im Spiel? Ich werde es nie erfahren. Aber ich kaufe mir heute eine neue Speicherkarte. Und werde nie, nie wieder über den Nerd im Manne schimpfen :-) So ein bisschen Nerd ist einfach großartig.


Großartig finde ich auch mein Spitzenkleid. Gesucht habe ich schon lange nach einem, aber es sollte bitteschön einen ganz simplen Schnitt haben. Wenn schon Spitze, dann für mich bitte kein überflüssiges Getüddel. Und das ist gar nicht so einfach. Der Sommer, der keiner ist, verlangte außerdem nach einer Jacke. Und da die Jeansjacke zur Zeit überstrapaziert wird - außer im Urlaub habe ich gefühlt in diesem Sommer ständig eine Jacke gebraucht - durfte der Parka wieder mal ran. Die Turnschuhe sind aus der Not geboren - für Sandalen war es wieder mal zu kalt und alles, was Absätze hat, geht immer noch nicht. Ich probiere es regelmäßig und gebe nach vier Schritten wieder auf. Wie das im Herbst werden soll, weiß ich noch nicht genau. Ungefähr die Hälfte meiner Stiefel haben hohe Absätze. Die will ich anziehen. Sonst werde ich bockig.








Um Kleider und Röcke geht es übrigens ab dem nächsten Montag. Die Ü30-Blogger haben sich eine neue Aktion ausgedacht, die am 22. August beginnt. Meinen Beitrag werdet ihr am 26. August sehen. Welches Kleid ich euch zeige, weiß ich noch nicht so genau. Wenn das mit dem Wetter so weitergeht, dann müsst ihr mit einem Herbstkleid Vorlieb nehmen, fürchte ich.

Liebe Grüße
Fran