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Es werden Posts vom Februar, 2016 angezeigt.

Pullover oder Kleid?

Eigentlich hatte ich, als ich mich in das Kleid verliebte, das eigentlich ein Pullover mit angenähtem Seidenrock ist, geplant, es mit einer grauen oder schwarzen Röhrenjeans zu kombinieren. Tja, Röhre ist nicht. Mit Gips komme ich nicht mal ansatzweise in das rechte Hosenbein. Also musste eine Alternative her. Denn das Kleid hängt immerhin schon seit Wochen auf der Kleiderstange und wartet auf seinen Einsatz. Der erste "große" Ausflug seit dem Unfall zum Chinesen - hey, das sind sieben Kilometer und damit quasi die weite Welt für jemanden, der normalerweise einen Aktionsradius von maximal zehn Schritten jenseits des Sofas hat - sollte also die Premiere werden. Dank Sonnenschein und angenehmen acht Grad musste sogar nur noch eine Lederjacke über den zugegeben wirklich wollig-dicken Pulli und los ging es. Allerdings erwies sich der Seidenrock als ziemlich durchsichtig. Also schnell noch einen engen Bleistiftrock als Unterrock zweckentfremdet und los.



Nichts gegen die Kochküns…

Und sonst so? KW 8

So blöd die Woche begann, so schön endete sie. Zwischendurch gab es viele Dinge, über die ich mich irre gefreut habe.

Als der Gips am letzten Montag neu getaped wurde, hat die Arzthelferin es wirklich gut gemeint. Ein bisschen zu gut. Denn abends schwellen Bein und Fuß gern mal an. Mit dem Ergebnis, dass ich ab Mitternacht heulend im Bett lag, weil die ganze Chose drückte und zwackte und unheimlich weh tat. Ab halb vier habe ich dann im Sessel weitergeschlafen. Im Sitzen waren die Schmerzen wenigstens einigermaßen auszuhalten und die Zehen, die inzwischen wie kleine Luftballons aussahen, schwollen langsam wieder ab. Der beste Ehemann der Welt durfte die halbe Nacht zwischen Erd- und Obergeschoss pendeln, um mit Getränke, Schmerztabletten und Trost zu spenden. Hat er mit einem Lächeln getan und mich am Dienstag zu früher Stunde gleich wieder zum Arzt gefahren.
Von da an ging es aufwärts :-) Meine Teenies haben sich jede erdenkliche Mühe gegeben, ihre olle Mutter nach Kräften zu verwöhnen…

Ringelshirt und gute Laune

Als ich gestern früh ins Krankenhaus zum Röntgen musste, hatte ich einen riesigen Kloß im Hals. Denn zwei Wochen nach dem Unfall musste festgestellt werden, ob sich der gebrochene Knochen noch in der richtigen Stellung befindet oder ob da was verrutscht ist. Dann hätte der Bruch doch noch operiert werden müssen - für mich wäre das eine Katastrophe gewesen. Krankenhäuser und Operationen machen mir Angst.

Zum Glück hat meine beste Freundin angeboten, mich zu fahren und Händchen zu halten. Und das hat sie hervorragend gemacht. Als die Ärztin mir sagte, dass der Bruch noch richtig steht, war ich schließlich überglücklich. Röntgenaufnahmen gibt es übrigens heutzutage auch nicht mehr in Bildform, sondern auf einer CD. Das war vor zehn Jahren irgendwie noch anders. Aber auch eine CD kann eine Siegestrophäe sein :-)


Die Patienten und Besucher des Krankenhauses haben sehr belustigt auf unsere kleine Foto-Session reagiert. Ich denke mal, so ganz häufig sieht man keine jubelnden ollen Weiber da…

Dann mach ich mir nen Schlitz ins Kleid...

... haaalt, nein. Ich bin über 50. Da mach ich mir keine Schlitze mehr ins Kleid. Zumindest dann nicht wenn ich auf die landläufige Meinung darüber höre, was Frauen in meinem Alter dürfen. Immer wieder witzig finde ich die Modestrecken in der Instyle, in der regelmäßig die neuen Trends für jedes Alter gestylt werden. Da gibt es das gleiche oder ein ähnliches Kleidungsstück für 20-, 30-, 40-, und 50-jährige kombiniert zu sehen. Inklusive passender Accessoires und weiser Worte von Redakteurinnen.

Die Kombinationen, die dort vorgestellt werden, finde ich manchmal wirklich gut. Allerdings in der Regel genau die, die für mein Alter nun wirklich nicht mehr in Frage kommen. Am liebsten sind mir oft die Outfits, die für Frauen in den 30ern empfohlen werden. So, wie die Instyle-Redaktion (die vermutlich über ein Durchschnittsalter von maximal 30 verfügt) sich eine Frau in den 50er vorstellt, so bin ich einfach nicht. Und so möchte ich auch gar nicht sein. Aber gucken wir doch einfach mal in die…

Lederculottes an weißer Bluse

Wisst ihr, was richtig blöd ist, wenn man das Haus nicht verlassen kann und höchstens dreimal pro Tag zwischen Wohnzimmer und Küche pendelt? Dass man zu versumpfen droht. Im Prinzip könnte man den lieben langen Tag in Sweatshirtjacke und Jogginghose verbringen - die Jogginghose unten hübsch aufgetrennt, damit der Gips durch das Bein passt.

Aber ich möchte eigentlich weder meinen Töchtern noch meinem Mann als wandelndes Sofakissen begegnen und auch der Postbote hat durchaus einen netteren Anblick verdient. Also habe ich gleich in der vergangenen Woche mal eine Anprobe vor dem Kleiderschrank veranstaltet. Das Ergebnis: Immerhin passt der Gips durch einige Hosen. Und gottseidank habe ich im Laufe des vergangenen Jahres eine Leidenschaft für Culottes entwickelt, die mir jetzt sehr entgegen kommt. Kälte brauche ich dabei nicht zu befürchten, denn die Ausflüge an die frische Luft beschränken sich auf wenige Minuten. Dann heißt es wieder: Fuß hoch und Rechner auf. Das gute Stück rettet mir …

Und sonst so? KW 7

Tja, so richtig viel war in der vergangenen Woche nun nicht los. Mein Radius beschränkt sich auf 70 Quadratmeter im Erdgeschoss und, wenn ich die Mühe auf mich nehme und auf dem Hintern die Treppe hochrutsche, weitere 70 im Obergeschoss. Da ich das Chaos in den Teenie-Zimmern schon im Normalmodus nicht so erquickend finde, bleibe ich meist unten ;-) Meine Rollstuhl-Skills sind dafür inzwischen fast preisverdächtig. Drehen auf der Stelle? Pah, ein Klacks! Und auch auf Krücken bin ich inzwischen Profi. Habt ihr ja längst gesehen.


Dafür gibt es so ganz alltägliche Dinge, die plötzlich zum Problem werden. So etwa die Abwesenheit von Toilettenpapier. Hier leben Menschen, die weder Zeit noch Lust haben, bis in den Keller zu rennen, wenn sich das dem Ende zuneigt. Also wird ein ganz besonders ausgeklügelter Trick angewandt: Drei Blättchen bleiben immer auf der Rolle. Wer nicht genau hinsieht, fällt drauf rein. Unter anderem die olle Mutter. Was bisher höchstens ärgerlich war, treibt mich im M…

In Leder auf Krücken

Tse, aus meiner tollen Überschrift wollte die Rechtschreibkorrektur gerade dringend "Loser auf Krücken" machen. Sollte mir das jetzt zu denken geben? Ok, in Sachen Hüpfen und Springen bin ich im Moment voll der Loser. Aber meine Posing-Skills mit den Unterarmgehstützen machen langsam Fortschritte. Immerhin schlägt man mit den Dingern jegliches Wohin-mit-den-Händen-Probleme tot.




Ich hatte Euch ja schon im Post am Montag angekündigt, dass es die blaue Wildleder-Culotte noch einmal gibt. Und hier ist sie schon. Diesmal nicht mit Stiefeln, sondern mit Sneakers. Absätze sind zur Zeit absolut tabu und werden es wohl noch eine Weile bleiben. Aber damit kann ich leben, denke ich. Immerhin kann ich die wunderbare Wildlederhose tragen, die ist nämlich weit genug, um über den Gips zu passen. Bequem ist sie allemal. Vermutlich werden mir in sechs Wochen aber die weiten Hosen zum Halse raushängen. Immerhin habe ich noch meine Kleider. Vorausgesetzt, ich kann das Rätsel lösen, wie ich eine…

Einen Monat lang ein bisschen nachhaltiger

Das war der Gedanke, den ich rund um Weihnachten hatte. Lag vielleicht am vielen Essen, an den Dutzenden von Einkäufen für Weihnachtsgeschenke und Co, oder an ein paar Posts, die ich auf dem Blog von Rostrose und aus dem Bahnwärterhäuschen gelesen hatte? Ich weiß es nicht. Aber ich wollte ein paar Dinge ausprobieren. Dass die Welt nicht besser wird, wenn ich ein bisschen nachhaltiger lebe, ist mir klar. Aber vielleicht lohnt es sich ja zu gucken, was geht und was nicht. In kleinen Portionen.

Jeden Monat einfach etwas in Sachen mehr Nachhaltigkeit ausprobieren, das war die Idee. Mal schauen, was sich einen Monat lang durchhalten lässt und was nicht. Und die ganz großen Veränderungen sollen es auch nicht sein. Eher kleine Herausforderungen. Wenn ich die meistere, können sie nach Belieben ausgedehnt werden. Und wenn es schief geht, dann ist das eben so.



Da ich der letzte verbliebene Fleischfresser in einem vegetarischen Haushalt bin - Kind, groß, entschied sich mit knapp zehn Jahren, kei…

Wildleder-Culotte, Bomberjacke und Poncho

Ein Outfit mir voll funktionsfähiger Fran habe ich noch für Euch :-) Entstanden ist es am vorletzten Wochenende, als ich zum Afternoon Tea bei meiner Freundin war. Die hatte wie immer köstliche Sandwiches vorbereitet. Gurke, Lachs und Hühnchen *jamjam*, dazu Scones, Zitronenkuchen und Pralinen. Da fühlt man sich wie Gott in Frankreich, äh in England. Ich freue mich wie ein Schnitzel, dass wir im Mai, wenn ich hoffentlich wieder gehen kann, zusammen nach London fahren. Am liebsten trinken wir dort Tee in der Orangerie des Kensington Palace. Der Tee ist großartig, aber das Beste ist der Doppelgänger von Georg Michael, der dort als Kellner arbeitet. Der Mann strahlt eine Arroganz aus, das ist unglaublich. Ich mag ihn *grins*.

Und weil meine Freundin vor einigen Monaten auf die Idee für den Blog gekommen ist, musste sie jetzt auch einmal als Fotografin ran. Wir hatten allerdings so viel zu bequatschen, dass es schon dämmerte, als wir endlich Richtung Elbstrand zum Fotografieren aufgebroc…

Und sonst so? KW 6

Eigentlich, ja eigentlich fing die Woche prima an. Meine aller-allerbeste Freundin und ich hatten uns am Wochenende auf einen Termin für unseren nächsten London-Ausflug im Mai geeinigt und ich habe prompt die Flüge gebucht. Und weil ich dabei wohl irgendwie abwesend war, buchte ich aus Versehen einen Hinflug am Abend anstatt am Morgen. Da ich aus meinem Herzen ja nie eine Mördergrube mache, hüpfte ich also eine halbe Stunde lang fluchend wie ein Rumpelstilzchen durchs Haus und brüllte unaufhörlich "Sch******" ob soviel Doofheit. Als Tochter, groß kurz davon war, die Männer mit den weißen Jacken zu rufen, erinnerte sie mich gaaaaanz vorsichtig daran, dass es für jedes Problem eine Lösung gibt, die nicht unbedingt in Rumbrüllen besteht und siehe da: RyanAir hat den Termin per Telefonhotline völlig problemlos umgebucht. Ich meine, es handelt sich hier um RyanAir. Die Pioniere der Billigflieger. Damit hätte ich im Leben nicht gerechnet. Die Dame am Telefon war umwerfend nett, h…

Bitterkalt - ü 30 Blogger & Friends

Ok, dass wir von Minusgraden zumindest in Norddeutschland im Moment weit entfernt sind, konnte bei der Planung der Aktion ja niemand ahnen :-) Aber wer weiß schon, was der Winter noch im Köcher hat. Denn vorbei ist er erst im März. Und falls es noch einmal so richtig knack-kalt wird, haben die Ü30-Blogger & Friends sich überlegt, ein paar modische Hilfestellungen zum Thema "Bitterkalt" zu geben. Alle anderen Beiträge der Bitterkalt-Woche findet ihr am Ende dieses Posts. Klickt Euch durch! Es gibt viel zu entdecken!

Natürlich hilft es auch, den Kamin anzufeuern und das Haus bei allem unter minus fünf Grad einfach nicht zu verlassen. Da der Hund keinen Winterschlaf hält, ist das für mich leider keine Option. Außerdem mag ich zugefrorene Seen und verschneite Wege. Also rein optisch.


Erst wenn das Thermometer ganz nach unten rutscht, darf er raus, mein Lammfellmantel. Der eine oder andere wird jetzt missbilligend die Augenbraue heben. Lammfell - geht gar nicht. Zur Beruhigung:…