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Und sonst so? KW 24/25 Zahnweh, Brexit und London



Nachdem ich den Wochenrückblick in der vergangenen Woche wegen akuter Überarbeitung ausfallen lassen habe, wollte ich so viel Schlamperei nicht einreißen lassen ;-) Weil aber in den vergangenen Wochen wegen akuter Überarbeitung nicht so wirklich viel passiert ist, gibt es diesmal ein paar Gedanken über den Brexit. Der hat mich in der vergangenen Woche natürlich beschäftigt, zum einen natürlich weil es zu meinem Job gehört und zum anderen, weil ich die Briten und ihre Insel sehr mag. Und weil das so ist, gibt es heute auch noch ein paar Bilder aus London obenauf. Zuerst aber zu einer eher schmerzhaften Erfahrung.

Geht ihr regelmäßig zum Zahnarzt? Ich bin ja bekennender Zahnarztphobiker. Mich kriegt man nur auf diesen schrecklichen Stuhl, wenn es gar nicht mehr anders geht. Jetzt stellt Euch mein Gesicht vor, als ich in der Redaktion eine Tüte Studentenfutter aufriss, herzhaft zubiss und plötzlich ein mieser, fieser Schmerz einen meiner Backenzähne befiel. Aua, aua, aua. Ich zog mit schmerzverzerrtem Gesicht in die Morgenkonferenz und mein Chef wollte mich auf der Stelle zum Zahnarzt schicken. Meinen Einwand, dass mein Zahnarzt sicher keinen so kurzfristigen Termin für mich hat, quittierte er mit der Telefonnummer seines Zahnarztes, der seine Praxis gleich neben der Redaktion hat. Äh ja. Mist.

Feige wie ich nun mal bin habe ich erstmal meine Seite fertig gemacht. Danach war die Praxis dann geschlossen ;-) Nach einem eher schmerzhaften Wochenende war klar: Es muss sein. Das Fachpersonal meines eigenen Zahnarztes wimmelte mich mit einem mächtig unfreundlichen Hinweis darauf, dass sie kurzfristig nun wirklich keinen Termin haben. Also durfte ich den Chef-Zahnarzt doch noch ausprobieren. Und siehe da: Es war eine der besseren Ideen. Mit wackligen Knien ging ich rein, strahlend kam ich wieder raus. Der erste Zahnarzt, der sich wirklich bemüht hat, mir die Angst zu nehmen. Unglaublich nett, humorvoll und mit einer supermodernen Praxis. Ich habe tatsächlich einen weiteren Kontrolltermin gemacht. Freiwillig! 

Ein solches Happy-End gab es beim Brexit-Referendum ja leider nicht. Ich bin immer noch traurig. Was für ein Blödsinn. Dass Nigel Farage noch am Freitagmorgen sein erstes Versprechen zurücknahm, das eingesparte Geld ins Gesundheitssystem zu stecken - war irgendwie klar. Und wenn man darüber nachdenkt, weshalb vor allem die ältere und eher schlecht ausgebildete Bevölkerung für den Austritt gestimmt hat und im Anschluss erstmal gegoogelt hat, was das für Großbritannien überhaupt bedeutet - geschenkt. Aber das macht klar, wie heute Politik gemacht wird. Mit Populismus. Wenn Londoner keine Chance haben, sich eine Wohnung in ihrer eigenen Stadt zu leisten, wenn die Schere zwischen arm und reich immer weiter auseinanderdriftet und der Mittelstand irgendwann nicht mehr existiert, was passiert dann? Mir macht das Angst.

Vermutlich denkt sich jetzt die eine oder andere, dass Politik nun wirklich nicht auf einen Mode- und Lifestyle-Blog gehört. Ich sehe das ähnlich wie Sabina: Sie gehört auch hierher. Ich bin zwar keine Politikwissenschaftlerin, aber zu meinem Job gehört es unter anderem, meinen Lesern Politik verständlich zu machen. Ich finde das wichtig. Und ich finde es wichtig, sich mit Politik zu beschäftigen. Ausschließlich Mode und Beauty ist mir zu wenig. Es gibt Blogger, die behaupten, sich mit Politik und Nachrichten bewusst nicht beschäftigen zu wollen, weil sie den "negativen Schwingungen" keinen Raum geben wollen. Sie führen schließlich ein positives Leben. Klar, kann man machen. Wenn dann irgendwann unsere Demokratie flöten geht, weil sich alle nur noch mit unheimlich positiv schwingenden Zara-Sales oder Anti-Falten-Cremes beschäftigt haben, könnte das trotzdem negativ ausgehen.

Sagte ich schon, dass ich die Briten mag? Weil das so ist, fahre ich einmal im Jahr mit meiner Freundin für ein paar Tage nach London. Ich war natürlich auch schon mit meiner Familie da, zum Beispiel während der olympischen Spiele. Aber ein Kurzurlaub mit meiner Freundin ist etwas ganz Anderes. Wir verstehen uns quasi blind. Außer, was das Shoppen betrifft *grins* Sie hasst es, ich liebe es. Aber bisher haben wir das auch auf die Reihe bekommen.

Da wir schon sehr oft in London waren, habe ich leider keine Fotos der üblichen Sehenswürdigkeiten für Euch. Ich hoffe, Ihr mögt trotzdem mitkommen :-)


Endlich angekommen. Das Reiseoutfit darf natürlich nicht fehlen. In erster Linie muss es bequem sein, denn wenn wir in London sind, sind wir in der Regel 14 Stunden am Stück unterwegs.

Gehören zu London: Die roten Doppeldecker-Busse. Fotografiert aus dem Pub. Der gehört auch zu London. Aber dazu später mehr.

Bus fahren sollte man allerdings nur dann, wenn man genügend Zeit mitbringt. Dann allerdings ist die ersten Reihe oben der beste Platz für geruhsames Sightseeing. Und den armen Fuß kann man auch hochlegen.

Der Lieblingsplatz ist noch immer an der Theke ;-) In Deutschland trinke ich nie Bier. In England durchaus. Auch wenn die Briten vom Reinheitsgebot nicht so wirklich viel halten. Schmeckt.

Zum Pint gehört natürlich auch Pub-Food. Low Carb? Healthy? Superfood? Vergesst es. Burger und Fries!

Der durchschnittliche Mitteleuropäer ist vermutlich kein Fan des englischen Frühstücks. Na gut, die Blutwurst habe ich weggelassen. Aber ansonsten: Besser als jedes kontinentale Frühstück im Hotel.
Natürlich kann man in London an jeder Straßenecke inzwischen Avocadotoast bekommen. Aber es gibt durchaus auch eine Gegenbewegung ;-)
Die Millenium-Bridge ist natürlich ein Muss. Und an den Ufern der Themse tummeln sich die Bausünden der letzten 20 Jahre. Selbst die Aussicht aus dem Shard (das hohe Ding da rechts) kostet ein halbes Vermögen. Über Wohnungen in der City reden wir lieber erst gar nicht. Wer einen Blick über London zum Nulltarif werfen möchte, der möge Sky Garden googeln. Ist auch hässlich, aber gratis.
In einem dieser wunderschönen Häuser in der Nähe der Portobello Road würde ich wirklich gern wohnen. Hey, nur zwei
Millionen Pfund und eine Etage gehört Euch! Und da das Pfund sich eh gerade im freien Fall befindet...

Das einzige noch erhaltene Stadttor zur City of London steht gleich neben der St. Pauls Cathedral. Und es ist definitiv schöner als die Glaspaläste dahinter ;-)
Kontrastprogramm: Streetart in der Brick Lane im ehemals wilden Osten. Dort sieht man übrigens viele Touristen, nicht nur auf der Suche nach dem besten Vintage-Shop, sondern auch nach Bilder des Streetart-Künstlers Banksy.
Mehr aus London gibt es demnächst!
Liebe Grüße
Fran

Kommentare

  1. hör mir auf mit volkes wille!
    irgendwie habe ich immer mehr das gefühl dass 90% der leute immer noch auf steinzeitniveau unterwegs sind was ihre reizverarbeitung, ihr abstraktionsvermögen und ihre vorraussicht angeht - neanderthaler mit i-phone.
    2 mill. pfund für´n umgebauten pferdestall von 40m2 grundfläche! selber schuld.
    das englische frühstück hätte ich jetzt gern - nur leider wird hier kein distinguierter butler damit am bett auftauchen......
    xxxxxx

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    1. Ja ich stimme dir da zu liebe Beate! Und danke dir für den schönen Text liebe Fran. Der wieder sehr lesenswert ist.Sorry für dein Zahnweh! Du hast es auch auf den Punkt gebracht: wir schreiben, uns langweilen Modezeitschriften, aber thematisieren Kleidung, Kinder, Kochen, um es mal provokant zu sagen. Du, ich und einige andere setzen dem mit unseren Blogs aber etwas Neues gegenüber. Danke für die Erwähnung und schönen Sonntag noch! Bye Sabina

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    2. Hm, die Sache mit dem "selbst Schuld" ist relativ. Es gibt halt scheinbar genügend Menschen, die diese Preise bezahlen können - und die Wohnung dann drei Wochen pro Jahr tatsächlich bewohnen. Und die verdrängen diejenigen, die das nicht können. Mit einem durchschnittlichen Gehalt ist eine Wohnung in London im Prinzip nicht mehr zu bezahlen. Ob die das in den Griff bekommen - mit oder ohne EU - bleibt abzuwarten.

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    3. Sabine, genau das ist es, was mir manchmal zu schaffen macht. Aber ich bestehe halt nicht nur aus Kleidung, Kindern und Kochen *letzteres ist eh nicht meine Spezialdisziplin...* Und das möchte ich eben hier auch nicht völlig ausklammern. Ja, ich habe ein Meinung zu irgendwelchen Klamotten. Aber ich habe eben auch eine politische, gesellschaftliche und soziale Meinung. Nur schöner Schein ist mir manchmal einfach zu wenig.

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  2. Schön das von euch auch über solche, wichtigen, Themen gebloggt wird! Mir macht das alles ebenfalls schlaflose Nächte.

    London ist toll, hatte mich letzten Sommer in die Stadt verliebt :)
    Liebe Grüße zu dir <3

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    1. Ja, London ist eine großartige Stadt und England ist ein tolles Land. Das hat so viel Blödsinn eigentlich gar nicht verdient ;-)

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  3. Diese Themen sind das wirkliche Leben.
    Mich hat die Nachricht vom Brexit kalt auf der Fahrt ins Büro erwischt. Es macht mir Angst.
    Schöne Bilder. War noch nie in London. Nimm mich mal mit��
    Gruß Renate RFM

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    1. Ich habe noch ein bisschen London vorrätig :-) Kommt in den nächsten Wochen. Ich frage mich oft, wieviel wirkliches Leben ein Outfit-Blog verträgt, weil ich so oft lese, dass das wirkliche Leben bitte draußen bleiben soll...

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  4. Guten Morgen Fran. Ich war schlichtweg bestürzt über den Brexit. Finde es gut dass Du darüber sprichst. Ich war noch nie in England, komme im August zum ersten Mal nach England und Sarah wird dort 5 Monate verbringen. Hat schon einen komischen Beigeschmack. Gespannt bin ich natürlich auch über die Entwicklung in Schottland.
    Deine Fotos und Tipps kommen gerade so goldrichtig. Ich denke ich buche heute die Fähre und registriere mein Auto für die LEZ.
    Wünsche einen schönen Sonntag, liebe Grüße Tina

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    1. Ist vermutlich ein komisches Gefühl, gerade jetzt nach England zu gehen. Aber seid froh: Jetzt geht es noch völlig unproblematisch. Wohin geht Sarah eigentlich? Und ihr wollt in London Autofahren? Davor würde es mich ja grausen, muss ich gestehen.
      Heute sieht es ja so aus, als wenn die Briten das eventuell doch nicht so ganz ernst meinen... Ich bin gespannt, was da noch kommt.

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  5. Ich fange mal mit dem Zahnarzt an: Ja, ich gehe halbjährlich und in der Regel angstfrei zum Zahnarzt, denn ich suche mir den behandelnden Arzt gut aus. Trotzdem hatte ich diese Woche einen Termin, der sich zu einem Albtraum entwickelt hat. Aus Routine wurde eine Wurzelbehandlung, weil meine Zähne leider nicht nur schief sondern auch sehr speziell sind. Aber wahrscheinlich kann der Zahn gerettet werden und das zählt.
    Brexit: sehr schade und nicht wirklich nachvollziehenbar. Aber der Populismus steigt, wie das geht, haben hier ja die Landtagswahlen gezeigt. Ängste schüren, unrealistisches Versprechen und dann nicht halten.....und dann später denken, dass man das so dann doch nicht gewollt hat. Kennen wir schon, zumindest die, die einmal bewusst ein Geschichtsbuch aufgeschlagen haben....sehr bedauerlich für die jungen Briten, für die europäische Idee und den Zusammenhalt.
    Allerdings gebe ich den Politikern eine Mitschuld. Da werden Unsummen in Kreisverkehre investiert, da werden Glühbirnen reglementiert und bei den wirklich wichtigen Dingen bekommen sie es nicht hin, irgendeine Einigung zu erzielen. Das ist nicht wirklich nachvollziehbar.
    Trotz allem einen schönen Sonntag
    Andrea

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    1. Hier schließe ich mich gleich an. Angstfrei, alle halbe Jahr zum Zahnarzt. Ein paar alte Blomben aus der Zeit, bevor ich 10 wurde. Zwei überkronte, wurzelbehandelte Zähne, denn die alten Blomben waren groß und ich habe immer nur ersetzen lassen, was sein musste. Wurzelbehandlung ist nicht fein. Kann ich auch ein Lied von singen.
      Brexit: Ich hoffe unsere Politiker nehmen sich ein Beispiel wie es nicht laufen sollte. Es muss den Leuten klar und deutlich aufgezeigt werden, welchen Vorteil oder ggf. auch Nachteil die EU für Deutschland bringt. Solange nicht dem letzten klar ist, um was es geht, haben Populisten immer eine Chance.
      Die EU ist wie jedes andere wählbare Gremium wankelmütig und beschäftigt sich die meiste Zeit mit unwichtigen Dingen. So kann jeder den Tag rum bringen ohne jemals zu den brisanten Dingen vorzustoßen. Die vielleicht auch unangenehm sind. Ich selbst habe größte Schwierigkeiten einen einzigen echten, persönlichen Vorteil zu nennen, den die EU mir gebracht hätte.
      LG Sunny

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    2. Ich sehe auch nur wenige Vorteile bisher: Reisefreiheit ok, kein Währungsumtausch ok (wobei das in England ja in dem Fall kein Vorteil war) und beruflich war es schon gut, dass viele Facharbeiter in der EU anerkannt wurden und man eben auch ohne große Probleme in anderen Ländern arbeiten kann. Aber auch da hat es schon gehapert, wenns um die neuen EU Mitgliedstaaten ging, da wurden viele Ausbildungen doch nicht einfach so anerkannt. Was ich auch verstehe. Geopolitisch gibts natürlich auch ein Interesse. Die EU war gut gedacht und wahrscheinlich auch gut gemeint, aber gut gemeint ist nicht automatisch gut gemacht. Wenn ich mal nur an TTIP denke, dass die Abgeordneten Probleme hatten das ganze Zeugs zu lesen, keine Notizen machen durften usw. Das größte Problem was ich sehe ist eben, dass die Politiker die Schuld wieder anderen zuschieben. Dem Volk, was ein Bundespräsident mal so nebenbei als Pack bezeichnet oder jetzt wird die Schuld eben in England den "alten und ungebildeten" Bürgern in die Schuhe geschoben, statt diesen Warnschuss mal ernst zu nehmen und sich an die eigene Nase zu fassen. Nee, sie sind ja unfehlbar, wenn doch nur das dumme Volk nicht wäre, könnten sie weiter schalten und walten wie sie wollen. Aber es sind nun mal Volksvertreter, das scheinen sie immer öfter zu vergessen. Und wenn ein Referendum nicht zur Zufriedenheit ausfällt, dann ist das aber nun mal Demokratie und das sollte man auch so anerkennen. Ich denke auch nicht, dass England jetzt in Schutt und Asche fällt, wie man uns jetzt weis machen will. Die Schweiz, Norwegen und Island kommen auch ganz gut ohne EU klar. Und die Wirtschaft findet eh immer eine Weg, um Handelsbeziehungen aufrechtzuerhalten.

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    3. Gut aussuchen ist manchmal gar nicht so einfach. Die meisten Zahnärzte hier nehmen beispielsweise gar keine neuen Patienten mehr. Da wird es irgendwann eng.
      Tja, und bewusste ein Geschichtsbuch aufschlagen - ich schätze, es sind eher wenige Menschen, die das tun. Eine Einigung ist schwierig, und je wichtiger eine Entscheidung ist, desto schwieriger wird die Einigung. Immerhin haben die in der Vergangenheit doch das eine oder andere auf die Reihe bekommen. Vieles davon ist für uns aber inzwischen selbstverständlich, zum Beispiel dass unsere Kinder eben mal so ein Auslandssemester machen können, das selbstverständlich anerkannt wird oder dass wir ohne größere Probleme innerhalb der EU leben und arbeiten können. Klar, es müssen noch eine Menge Dinge entschieden werden. Und vielleicht bewegt sich ja nun auch etwas im Bürokratie-Koloss EU.

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    4. Sunny, ich denke schon, dass wir eine Menge Vorteile aus einem gemeinsamen Markt in Europa ziehen. Wir kennen das im Prinzip nicht anders. Aber wenn du für jede ASOS-Lieferung Mehrwertsteuer und Einfuhrzoll zahlen musst, guckst du halt doof. Und wenn du für deinen Urlaub in Griechenland einen Pass und ein Visum brauchst und erstmal Geld tauschen musst, wird so ein Urlaub durchaus komplizierter. Ganz zu schweigen davon, dass wir im Prinzip in jedem EU-Staat leben und arbeiten können. Versucht das mal in den USA ;-)

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    5. Bianca, ich halte die Reisefreiheit durchaus für eine Errungenschaft. Ebenso wie die Möglichkeit, innerhalb der EU nach Belieben zu leben und zu arbeiten. England wird nicht in Schutt und Asche fallen. Aber ich glaube nicht, dass es den Engländern in zehn Jahren besser geht, wenn sie tatsächlich austreten. Und klar können die Schweiz und Norwegen ganz gut bestehen, ohne EU-Mitglied zu sein. Aber so ganz ohne die EU können sie eben auch nicht, vor allem nicht ohne den europäischen Markt.

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    6. Sicher, aber die Märkte regeln sich auch ohne EU-Mitgliedschaft. England ist ja nicht Kuba. Die Konzerne und Finanz"eliten" werden sich davon nicht abhalten lassen. Was die Reisefreiheit betrifft, das finde ich auch sehr schön, gar keine Frage. Ich denke auch, wie ich bei Sabinas Insta Post ja schon schrieb, dass die Menschen, ob in England oder in anderen Mitgliedsstaaten durchaus an einem starken, einigen Europa und freundschaflticher Nachbarschaft interessiert sind. Viele haben eben nur von der aktuellen Politik die Nase voll und manchmal bleibt dann eben nur so ein Weg, um überhaupt eine Veränderung bewirken zu können. Es stehen den Bürgern ja nicht alle Wege offen, also nutzt man eben den, den es gerade gibt, nach dem Motto: Besser Veränderung mit Risiko in der Hoffnung auf Verbesserung der Lage, als weiter so zuzuschauen und gar nichts zu tun. Das ist doch ähnlich mit der AFD. Ich kenne sogar (einst) überzeugte Linke, die nun lieber AFD wählen, als das kleinere Übel, wohl wissend, dass das auch nicht die Lösung ist. Aber vieles überschauen wir gar nicht, was da von Hintermännern und Lobbyisten für Strippen gezogen werden. Da laufen Sachen ab, die viele sich gar nicht vorstellen können oder wollen. Wie Seehofer schon sagte: Diejenigen, die entscheiden, sind nicht gewählt, und diejenigen, die gewählt werden, haben nichts zu entscheiden.

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    7. Klar regeln sich die Märkte. Aber von Vorteil für die EU-Staaten ist der gemeinsame Markt allemal. Frag mal in den Firmen nach, die nach GB exportieren, wie begeistert die gerade sind. Diese Haltung: Ich kann nix ändern, dann wähl ich halt mal extreme Parteien, ist ja das kleinere Übel - die finde ich gruselig. Wenn nur genügend Deppen auf eine so grandiose Idee kommen, ist es eben nicht mehr das kleinere, sondern plötzlich ein ganz großes Übel. Ein Mittel hat übrigens neben der Wahl jeder Bürger: Er kann selbst Politik machen, wenn er mit dem Gebotenen nicht zufrieden ist :-) Hier beginnt gerade der Kommunalwahlkampf und alle Parteien haben händeringend nach Kandidaten gesucht.

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    8. Selbst Politik machen ist nicht so einfach wie es klingt. Dazu braucht es eine gehörige Portion Idealismus, den man ziemlich schnell wieder verlieren kann, auf dem Weg bis zu dem Posten, wo man wirklich was bewirken kann. Denn letztlich muss man ganz schön abgebrüht sein, um wirklich Karriere zu machen in einer Partei. Oder man geht von vornherein mit Berechnung an die Sache ran.

      Ich habs selbst mal bis zur Stadtverordneten geschafft, hab gesehen wie das da abgeht. Selbst in der Kommunalpolitik trifft man auf eine enorme Klüngelei und Vetternwirtschaft. Ich hätte da sicher noch recht weit kommen können, da ich eine sehr gute Ausgangslage hatte mit Unterstützung der Parteifreunde. Aber dafür hätte ich mich verbiegen müssen. Hier schleimen, da gute Miene zum schlechten Spiel machen, faule Kompromisse eingehen usw. Dazu diese elend langweiligen Sitzungen mit Gelaber ohne Ende.. sinnlosen Scheingefechten... Ich hätte dabei meinen Idealismus verloren. Vielleicht wäre ich heute abgebrühter, mag sein. Vielleicht würde ich es sogar nochmal in Angriff nehmen, jetzt mit etwas mehr Reife, aber ich kann mich derzeit mit keiner der vorhandenen Parteien identifizieren, also verdien ich meine Brötchen lieber anderswo ;-)

      Was die Firmen betrifft: Da gibts auch ne Menge, die unter den Russlandsanktionen leiden, was die EU sich auch hätte sparen können. Aber daran sieht man eben, dass es nicht nur um Wirtschaft geht bei solchen Dingen, es geht immer um mehr... Geopolitik, Macht usw.


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    9. Bianca, ich weiß. Ich habe selbst überlegt, mich als Kandidatin für den Gemeinderat aufstellen zu lassen. Aber es verträgt sich so gar nicht mit meinem Beruf. Und dass Klüngelei und Vetternwirtschaft in der Kommunalpolitik an der Tagesordnung sind, weiß ich ebenfalls. Als Lokaljournalistin stößt man da ständig drauf - und ich kenne auch die Labereien in öffentlichen Sitzungen - und ja, ich staune manchmal Bauklötze, welche Schweinereien schon auf dieser Ebene laufen und frage mich entsetzt, was drei Etagen höher wohl los sein mag. Aber ich kenne auch durchaus Politiker, die da nicht mitmachen.
      Um Politik geht es ganz oft nur am Rande. Aber ist das wirklich ein Grund, da nicht mitzumachen? Auch beim Brexit-Referendum ging es vielen Politikern nicht um das Wohl des Volkes, sondern ganz allein um Macht.

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    10. Je höher man schaut, je tiefer der Sumpf ;-)

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  6. So tolle Bilder aus london... ich war da leider noch nie! würde aber ganz gerne mal hin! bin ein totaler fan dieser straßen und häuser *schmacht*

    wegen zahnart: ich versteh dich da gut! ich hab total den bammel vor dem zahnart! geh 2x im jahr zur zahnreinigung und selbst das finde ich schlimm.d ieses geräusch immer von den geräten - da schüttelt es mich. meine zahnärtzin ist super nett, aber ich mag trotzdem ungern hin. naja... kann man nix machen.

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    1. Geht mir genauso. Wenn ich dieses Geräusch eines Zahnarztbohrers höre, läuft es mir kalt den Rücken runter. Gruselig...

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  7. Erst mal: das mit deinem neuen Zahnarzt freut mich - das sind Dinge, die unser Leben ganz direkt beeinflussen. Ich muss dringend einen Termin ausmachen, leider ist mein Zahnarzt jetzt ja ziemlich weit weg, aber wechseln? Nicht, solange ich es verhindern kann!
    Zum Brexit.. Unfassbar. Traurig. Und ein Zeichen, dass eine Volksabstimmung vielleicht nicht immer das richtige Mittel ist.... zumindest nicht, solange nicht wirklich ALLE zur Wahl gehen müssen. Mir tut die Jugend in GB sehr leid - und David Cameron hat wenigstens den Anstand besessen, zurückzutreten. Man kann nun mal nicht ungestraft jahrelang über die EU meckern und jammern und plötzlich den Leuten erzählen wollen, dass das eigentlich gar nicht so gemeint gewesen sei. Die weitere Entwicklung macht mir natürlich auch Sorgen... wobei ich wirklich hoffe, dass es der Behörde EU vielleicht einen kleinen Schubs in die richtige Richtung gegeben hat...?
    London - und auch sonst England, Schottland, Wales und Irland liebe ich sehr... und ich war schon viel zu lange nicht mehr da. Und "full english breakfast" ist so lecker.. außerdem: grade als junge Touristin mit wenig Geld war das meine Rettung, ich war satt für viele, viele Stunden und hab damit auch viel Geld gespart...

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    1. Ein guter Zahnarzt ist vermutlich mindestens so viel wert wie ein guter Friseur *grins*
      Und den gesamten Rest deines Kommentars unterschiebe ich dann mal :-)

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  8. Liebe Fran,

    wir Mädels von Mary Sam's sind auch sehr große London Fans!! London hat uns zu unserem Produkt, dem Designer Regenschirm inspiriert, da, wie du ja bestimmt weißt, die Briiten einen ganz besonderen Wert auf ihre "brellies" legen :) Wir finden es gut, dass du auf Brexit aufmerksam machst und in deinem Blog über Mode und Fashion hinaus gehst. Ich denke, dass Wähler leider allgemein oftmals schlecht informiert sind und sich verzerrte Meinungen bilden. Danke für deinen Beitrag. Vielleicht hast du ja Lust auf einen stylischen Regenschirm, dann schau gerne mal bei und vorbei: https://www.marysams.com/. Wir freuen uns!

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    1. Die Schirme sind toll :-) Ich habe mir gerade in Hampton Court einen neuen gekauft. Naja, eher zwei. Der erste war schon nach zwei Stunden verschwunden... Ich bin ein grandioser Schirm-Liegenlasser.

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    2. Liebe Fran, haben gerade erst deine Antwort entdeckt. Vielen Dank für das positive Feedback :) Wir wünschen Dir ein schönes Wochenende!
      - Die Mädels von Mary Sam's

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  9. Fran, was den Zahnarzt betrifft, bin ich ganz bei Dir ;-) Ich gehe auch nur wenns ein Notfall ist ;-) Aber bin damit bisher ganz gut gefahren. Zum Glück.

    Ich hab übrigens auch eine gute Freundin, mit der ich sehr gern verreise, die shoppen aber auch nicht leiden kann und bis auf das eben klappt es immer gut auf Reisen. Aber ich glaube nach London würde ich in dem Fall lieber mit ner shoppingfreudigen Freundin fahren, denn da könnte ich glaube keine großen Kompromisse machen wenn ich schon mal so eine tolle Gelegenheit hätte ;-)

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    1. Das mit dem Shoppen klappt trotzdem - wie, das verrate ich nächste Woche ;-) Ich schätze mal, irgendwann muss man regelmäßig zum Zahnarzt gehen, um nicht dann, wenn es um Zahnersatz geht, im Schuldturm zu landen... Mal gucken, vielleicht schaffe ich es ja. Einmal im Jahr - ich will ja nix übertreiben ;-)

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  10. Wie gut, dass Du einen Zahnarzt gefunden hast, der Dir keine Angst macht. Mittlerweile habe ich keine Angst mehr, weil ich eine gute Zahnärztin habe, die auch Wurzelbehandlungen schmerzfrei durchführt. Auch die Kiefer-OP mit dem Implantat war nicht schlimm. Dank guter Betäubung :)

    Ich finde es echt krass, wie in GB über den Brexit abgestimmt wurde. Kann mir nicht vorstellen, dass es tatsächlich die Mehrheit war, die das so wollte. Denn die jungen Menschen durften nicht mit abstimmen.

    Und ja, das gehört auch in einen Blog.

    Liebe Grüße Sabine

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    1. Ich glaube, die jungen Europäer sehen die EU schon mit anderen Augen. Sie sehen nämlich noch die Chancen, die ihnen Europa bietet. Und die jüngeren Engländer tun mir leid, wenn der Austritt wirklich stattfindet. Die älteren mögen sich noch an die splendid Isolation erinnern und sie toll finden. Aber ob die heute noch funktionieren kann? Ich glaube nicht.

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  11. So schönen London-Bilder. Werden sofort gepinnt. ;D

    @Zahnarzt: Bin ja mit der schlimmste Zahnarztschisser überhaupt, darum gehe ich jedes Jahr. Ich zwinge mich. Es ist grausam. Aber hinterher gönne ich mir einen nette Kleinigkeit. Schokolade oder eine andere zahnunfreundliche Sache. ;)

    @Brexit: Nach der Abstimmung ist das Geschrei ja zum Teil groß und ich hatte gestern im ... äh... Bekanntenkreis eine nette Auseinandersetzung zwischen Vater (48) und Sohn(16). Vater kann dem Brexit durchaus was abgewinnen, Sohn ist stinksauer darüber, dass "die Alten" über die Zukunft der Jungen entscheiden - und ich kann Sohn sehr, sehr gut verstehen. ;)

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    1. Nachtrag: Vor der Abstimmung habe ich irgendwo ein Zitat von Liz Hurley gelesen, die sinngemäß sagte, dass sie nicht viel von der EU hält und froh ist, wenn sie wieder ordentliche Glühbirnen bekommt. Vielleicht ist das ein bisschen die Tragik der EU. Es kommt mehr von dem "totreglementierten Kleinschei**"an und selbst ich frage mich manchmal, ob es nicht wichtigere Dinge gibt (Stichwort: Glühbirne), um die man sich kümmern könnte. Und die wirklichen Errungenschaften fallen unter den Tisch oder werden schon als so selbstverständlich hingenommen, das man sie gar nicht mehr registriert. Was bleibt, sind Glühbirnen, denen die EU die Lichter auspustet...

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  12. Unes fotos molt boniques i una reflexió molt interessant amb la que estic totalment d'acord. M'encanta veure escrits interessants en un blog de moda, això demostra que la moda és també un fet cultural i que la gent a la que ens agrada no som superficials. Espero i desitjo que el teu dentista tingui molta cura.

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    1. I had to go to the dentist again today, but now I hope it will do.

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  13. Ohja, Zahnarzt muss sein! Ich gehe 4 x im Jahr zur Professionellen Zahnreinigung. Das ist unabdingbar, wenn man z.B. Kronen, Implantate usw. trägt. Zuhause benutze ich eine Ultraschallzahnbürste, die ist wirklich effektiv, sowie Zahnzwischenraumbürsten und Zahnseide. Gerne gehe ich auch nicht, aber die Erfahrung lehrte mich, daß es nicht zu ändern ist, wenn man nicht NOCH Schlimmeres möchte ...
    Schön, daß Du mit dem Zahnarzt eine gute Erfahrung gemacht hast!
    Tja, die sog. "mündigen" Bürger .... aber was nützt es, wenn die Menschen nicht gebildet genug sind ... und nicht begreifen ...
    Ich finde das Thema auch wichtig, egal was für einen Blog man führt. Habe zwar u.a. Politik studiert und schon von daher beschäftige ich mich gelegentlich damit. Aber ich verstehe auch die, die das Thema - im Blog zumindest - außen vor lassen wollen, da der Blog für sie Entspannung und nur Schönes bedeutet. Das heißt ja nicht, daß die sich privat nicht mit Politik beschäftigen.
    In Großbritannien war ich leider noch nie. Wäre aber auch ein Ziel, was noch auf meiner Liste steht. Puhh, nur mit dem Essen käme ich so gar nicht zurecht, schaut ziemlich unverträglich aus. ;-) Aber da gibts bestimmt auch vegetarische Lokale. ;-) und Avocadotoast, wie Du ja schreibst ...
    Ein teures Pflaster ;-)

    Liebe Grüße
    Sara

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    1. Ja, der Zahnarzt ist klasse. Allerdings hat sich die Füllung heute gleich wieder verabschiedet und ich durfte nochmal hin. Immerhin bin ich diesmal nicht mit wackligen Knien aufgetaucht, sondern ziemlich mutig. Jetzt ist hoffentlich alles gut.
      Und klar, das Thema Brexit muss nicht auf jedem Blog thematisiert werden. Was ich aber irgendwie schräg finde sind Menschen, die auf ihrem Blog schreiben, dass sie sich auch im realen Leben überhaupt nicht mit dem befassen, was so auf der Welt vorgeht, weil das ja alles so wahnsinnig negativ ist. Durch pure Ignoranz wurden Probleme meiner Meinung nach noch nie gelöst. Aber man kann es ja mal versuchen ;-)
      Großbritannien ist toll. Die Briten sind außerdem ein unglaublich freundliches Volk. Zumindest waren sie es bisher zu mir. Und das Essen ist lecker, egal was die gängigen Vorurteile sagen. Das full english breakfast ist ja kein Muss.

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    2. Das ist in der Tat eine seltsame Einstellung. ;-) Denn dann lässt man die Geschicke von anderen lenken. Selbst wenn der Einzelne nicht immer so viel bewirken kann, doch jede Stimme zählt letztendlich. Aber wem sag ich das ...
      Glaub' ich gerne, dass es da toll ist. Ein Sohn von mir war schon mehrmals dort. Nur ich noch nicht. ;-) Wie immer ;-)
      Och es gibt schon richtig gute Zahnärzte. Mußte auch lange suchen, aber es hat sich gelohnt.

      Liebe Grüße
      Sara

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  14. Ich glaube auch, dass viele Briten nicht so richtig Bescheid wussten, was das für sie bedeutet. Vielleicht ist es auch nicht genug thematisiert worden. Ich weiß es nicht. Mir macht es auf jeden Fall Angst davor, was das für einen Rattenschwanz nach sich ziehen wird.

    Deine Londonfotos sind toll. Ich war auch schon mehrmals in London, als Jugendliche und vor ein paar Jahren. Ich finde die Stadt wunderbar und freue mich schon darauf, irgendwann noch einmal dahin zu reisen.

    Zahnarztangst habe ich glücklicherweise nicht. Mein Zahnarzt ist super nett und total freundlich. Hoffentlich geht er nicht so bald in Rente.

    Lieben Gruß
    Sabine

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    1. Ich schätze, die wirtschaftlichen Folgen wurden nicht wirklich thematisiert. Auf jeden Fall wohl nicht realistisch. Die Zahl auf dem Wahlkampf-Bus musste fürs einfache Volk genügen. Aber das ist ja in Deutschland nicht anders. Die Aussagen auf Wahlplakaten sind auch dürftig. Und wer sich nicht selbst ausführlich informiert, wählt halt die schönste Plattitüde.
      Ich drück dir die Daumen, dass dein Zahnarzt noch lange praktiziert. Ich schätze mal, meiner ist noch nicht in Rente, wenn ich längst tot bin. Bin dich also auf der sicheren Seite ;-)

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  15. Klar für Firmen ist es nicht so gut. Ich kann mich noch gut erinnern, als man in Italien, Griechenland und Frankreich nen Pass beauchte. Fand ich jetzt nicht dramatisch. Ich muss weder im Ausland leben noch arbeiten. Und der Griechenlandurlaub war in den 80ern und 90ern auch noch günstig. Ich brauch da kein Aldi und kein TV. Auf Klamottenbestellen im Ausland könnte ich verzichten. Mir wäre es recht es gäbe mehr inländische Profukte. Vor allem frische Lebensmittel, unbelastet. Von mir aus hätte das Twix weiterhin Raider heißen können. LG Sunny

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    1. Naja, in meinem Studiengang war ein Auslandssemester obligatorisch. Das z.B. in England zu absolvieren wird in zwei Jahren eventuell schwierig. Und das fände ich schade. Genau wie ich es für meine Töchter sehr schade fände, wenn sie nicht europaweit leben und arbeiten könnten. Ich werde vermutlich nicht mehr im Ausland arbeiten. Aber für alle jungen Menschen täte es mir leid, wenn ihnen diese Möglichkeit genommen würde.
      Naja, und Urlaub vor 30 Jahren waren naturgemäß billiger. Die Preise mit heute zu vergleichen ist eher unrealistisch, denke ich. Inländische Produkte sind klasse, aber vermutlich wären sie eben auch weit teurer. Mein Gemüse muss nicht dringend aus Spanien kommen. Aber ich esse durchaus gern frisches Gemüse auch im Winter.

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  16. Klar für Firmen ist es nicht so gut. Ich kann mich noch gut erinnern, als man in Italien, Griechenland und Frankreich nen Pass beauchte. Fand ich jetzt nicht dramatisch. Ich muss weder im Ausland leben noch arbeiten. Und der Griechenlandurlaub war in den 80ern und 90ern auch noch günstig. Ich brauch da kein Aldi und kein TV. Auf Klamottenbestellen im Ausland könnte ich verzichten. Mir wäre es recht es gäbe mehr inländische Profukte. Vor allem frische Lebensmittel, unbelastet. Von mir aus hätte das Twix weiterhin Raider heißen können. LG Sunny

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  17. Ogottogott, um ein Haar hätte ich diesen Blogpost verpasst! Wie gut, dass ich noch mal in die Übersicht geguckt habe.

    Herrliche Eindrücke - genau solche Bilder wie ich sie liebe! Ich liebe auch England (bzw. Großbritannien allgemein, auch das full english breakfast OHNE Blutwurst ;) ) bereits seit meiner frühesten Jugend, war diverse Male dort und bin (ohne viel Hintergrundwissen, das ich meinen Männern überlasse) auch ganz traurig über diese bescheuerte Brexit-Entscheidung.

    Politik selbst ist ja gut und wichtig, wenn nur die meisten Politiker nicht wären! Diesbezüglich halte ich es ganz mit Loriot: "Der beste Platz für Politiker ist das Wahlplakat. Dort ist er tragbar, geräuschlos und leicht zu entfernen." :-/


    Ich finde, dass jeder in seinen Texten darüber schreiben sollte, worüber er schreiben möchte. Wenn Du Deine "politische, gesellschaftliche und soziale Meinung" kundtun willst, tu es! Ist okay. Wer es nicht lesen möchte, soll es nicht lesen.

    Andere möchten diese Themen auf ihren Blogs hingegen nicht, wollen oder können nicht darüber schreiben oder sprechen. Das ist auch okay.
    So sehe ich das.


    Was für ein Glück, dass Du den Zahnarzt Deines Chefs kennenlernen durftest! :) Ich habe mich für Freitag zur kostenpflichtigen Zahnreinigung überreden lassen, um die ich mich auch seit Jahren gedrückt habe. Aber mein Zahnfleisch möchte meine Zähne nicht mehr so richtig halten, insofern ist so ein Besuch sicher nicht falsch *ähem* - aber weh tut das alles auch! Meh, ich hab' jetzt schon Schiss .....

    Liebe Grüße
    Gunda

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    1. Der Loriot-Spruch trifft es ziemlich gut. Und klar darf jeder schreiben, über was er möchte. Und wenn er schreibt, dass er sich mit Politik und Nachrichten auch im realen Leben nicht beschäftigt, dann darf er das selbstredend auch. Aber meinen Beifall kriegt er dann halt nicht :-)
      Zahnreinigung steht bei mir im August an. Die ist aber nicht schlimm. Echt, ich schwöre!

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  18. Ein guter Zahnarzt is ja Gold wert, da solltest du deinem Chef einen Ordnen verleihen ;-) Ich hab da schon soviel erlebt, dass es an unreal erinnert und ich manchmal denk ich habs nur geträumt.
    Ist das jetzt hoffentlich aber durch mit dem Schmerz?
    Wegen dem Brexit schüttel ich ja noch regelmäßig meinen Kopf, machmal weiß ich auch nicht wie gewisse Dinge überhaupt passieren können.
    Liebe Grüße Ela

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    1. Na gut, kriegt Chef einen Orden, wenn er aus dem Urlaub zurück ist :-) Seit heute bin ich hoffentlich endgültig durch. Die Füllung hatte sich gelöst und bröselte weg. Heute neu gemacht. Und es war wieder gar nicht schlimm, ich lebe noch und bin ganz stolz auf mich.
      Ganz ehrlich: Ich bin nicht sicher, dass ein Referendum zum EU-Austritt hier anders ausgehen würde. Ich fürchte, dass für sehr viele die Vorteile der EU völlig selbstverständlich und deshalb auch gar nicht mehr greifbar sind. Die Nachteile allerdings, über die schimpfen alle gern.

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