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Wie man 25 Kilo verliert und dabei eine Menge gewinnt

Das dicke Mutti da hinten



So etwa hätte man mich vermutlich vor fünf Jahren beschrieben. Gut zehn Jahre Kinder, Haushalt und Job hatten dafür gesorgt, dass ich jedes Jahr ungefähr zwei Kilo zulegte. Lange war mir das gar nicht bewusst, denn die Waage würdigte ich selten eines Blickes. Die war ja eh kaputt *hüstel*. Dass die Kleidergrößen immer üppiger wurden, lag bestimmt daran, dass die Hersteller immer kleine schneiderte. Und ehrlich gesagt war es mir lange auch einfach nur egal. Genau genommen war mir eine ganze Menge egal. Vor allem ich selbst.

Mich mal so richtig aufbrezeln und weggehen? Fehlanzeige. Viel zu müde, nix anzuziehen und überhaupt. Ist ja auch egal. Muss ja nicht sein. Mal wieder Paar sein und nicht nur Eltern? Viel zu viel zu tun. Ist ja auch egal. Später irgendwann. Zeit für mich? Viel zu viel Aufwand. Und die Kinder wollen gerade was. Oder der Hund. Oder die Katze. Also wuchs ich alle zwei bis drei Jahre um eine Kleidergröße und war schließlich bei Größe 44 - und die war knapp - angekommen. Fotos aus dieser Zeit gibt es übrigens nicht. Ich hatte die Kamera immer selbst in der Hand.

Ein paar Mal unternahm ich dann halbherzig den Versuch abzunehmen. Aber so richtig ernst war es mir damit auch nicht. Und als nach einer Woche mit viel Salat die Waage immer noch zickte, stellte ich die Versuche auch gleich wieder ein.

Den Absprung schaffte ich erst, als mein Leben durch von einem Tag auf den anderen ziemlich erschüttert wurde. Da stand erstmal kein Stein mehr auf dem anderen. Und das war rückblickend gesehen auch gut so. Damals nahm ich in Rekordzeit die ersten zehn Kilo ab. Stress oder Kummer sorgt bei mir nicht für Fressattacken, sondern dafür, dass ich nix mehr runterkriege. Ein Anfang war also gemacht. Und von da aus ging es weiter.

Ich stellte meine Ernährung auf Low Carb um und begann, nach 15 Jahren endlich wieder Sport zu treiben. Da regelmäßige Termine mit meinem Beruf nicht so richtig vereinbar sind, war Laufen das Mittel der Wahl. Das geht gleich vor der Haustür und ich kann die Zeiten selbst bestimmen.

Bei den ersten Versuchen zu laufen brauchte ich nach 500 Metern ein Sauerstoffzelt... Ich begann mit abwechselndem Gehen und Laufen und einer Strecke von zwei Kilometern und hatte anschließend das Gefühl, mindestens eine Ironman absolviert zu haben. "Gelaufen" bin ich nur hinterm Deich. Da sah mich wenigstens niemand. Doch mit der Zeit wurde es besser. Als ich das erste Mal die 2 Kilometer ohne Gehpausen geschafft hatte, platzte ich fast vor Stolz.

Einfach war das Ganze nicht. Die Kilos purzelten bis auf die ersten zehn definitiv nicht von selbst. Manchmal haderte ich ziemlich mit mir und hatte Visionen von Schokotorten, aber es wurde immer einfacher. Schokotorte gibt es durchaus noch, aber eben nicht als Seelentröster. Und nur dann, wenn sie wirklich lecker ist.

Während das Gewicht sank, wuchs mein Interesse an Mode und Kosmetik. Geschminkt hatte ich mich früher nie. Und Mode? Och, die gemütlich ausgebeulten Fleecejacken, die usseligen Jeans und die labberigen T-Shirts reichten ja für das dicke Mutti. Aber plötzlich passten mir Hosen und Oberteile bei Zara - um diesen Laden hatte ich immer einen großen Bogen gemacht, weil die ja "nur Kindergrößen" verkaufen. Die erste Hose in Größe 36 habe ich gefeiert und noch heute wundere ich mich manchmal, wenn das Shirt in L viel zu groß ist. Figurbetontes trage ich bis heute eher ungern. Der Boller-Look ist eher meins. Ich weiß ja, dass ich nicht mehr das dicke Mutti bin.

Mein Gewicht zu halten, das geht auch nicht von selbst. Aber es geht. Weil es mühsam war, 25 Kilo abzunehmen. Diese Mühe soll nicht umsonst gewesen sein, denn damit kam für mich ein ganz neues Lebensgefühl. Die Gleichgültigkeit, die ich vor fünf Jahren empfand, ist weg. Ich bin mir selbst wieder wichtig.

Eine meiner alten Hosen habe ich aufbewahrt. Damit ich mir selbst nie wieder so egal bin.





Liebe Grüße
Fran



Kommentare

  1. Hallo Fran, das ist ja eine unglaubliche Geschichte. Du bist so unglaublich zierlich, das hätte ich niemals vermutet, dass es mal anders war. Aber ich kann das gut nachvollziehen, das mit dem "halbherzig" Abnehmen, weil man sowieso denkt, es wird ja nichts. Ich bin momentan in einem Projekt, das vor Weihnachten seinen Abschluß findet und bis jetzt habe ich immerhin schon mal drei Kilo verloren. Allein das führt schon dazu, dass mir meine Hosen deutlich lockerer und besser sitzen. Wenn ich bis dahin nochmal 3 - 4 kg schaffen würde, wäre das genial. Dann darf ich auch über das Projekt berichten, bis dahin eben noch nicht. Geschichten wie die deine motivieren mich! Toll!
    LG Eva

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    1. Dann drück ich dir mal die Daumen, dass das klappt. Und bin gespannt, was Du hinterher berichtest :-)
      Liebe Grüße
      Fran

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  2. Respekt liebe Fran, nicht nur dass Du Dich zum abnehmen und Sport aufgerafft hast, sondern dass Du erkannst hast, dass es wichtig ist, sich selbst Gutes zu tun. Und 25 Kilo das ist echt ne Menge. Ich kann mir gut vorstellen, wie schwer das war. Ein bisschen musste ich schmunzeln, über die 500 m und das Sauerstoffzelt.. lach, das kenn ich nämlich auch, obwohl ich nicht zu dick war. Aber wenn man eben lange keinen Sport mehr macht, ist die Kondi eben hinüber.. Kann es gut nachempfinden...

    Ich habe auch liebe Freunde/innen, denen es ähnlich ging wir Dir. Sie hatten zwar nicht so mit dem Gewicht zu kämpfen, aber sie waren quasi nur noch Ehemann/Ehefrau, "Muttertier", Arbeitstier, Hundesitter usw. und sahen optisch gelinde gesagt ziemlich unterirdisch aus. Ich konnte die Verwandlungen live miterleben und heute sehen sie top gestylt aus, völlig neuer Look, glücklicher, spontaner, lebenslustiger. Sie haben eine richtige Metamorphose durchgemacht, seit sie wieder auf sich selbst achten.

    Und ich selbst hatte zwar immer genügend Zeit auf mich zu achten, aber ich hatte auch mal eine Modisch-Unterirdische Phase.. ich mag gar nicht dran zurückdenken und kann mir gar nicht erklären wie das kam. Aber wie Du schon schreibst, in diesen Phasen liegt der Fokus einfach auf anderen Dingen.

    Ich staune immer wieder, wenn ich solche Geschichten lese oder miterlebe. Wie man sich doch verändern kann.

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    1. Wenn es nur modisch unterirdisch ist, ist das ja nicht weiter tragisch. Nur dieses Gefühl, dass mir eigentlich alles egal ist, das war schlimm. Aber man hängt halt in der Tretmühle und hat keine Energie mehr, sich da rauszuziehen.
      Liebe Grüße
      Fran

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  3. wow!
    ich freue mich immer wieder wenn eine frau sich findet! wobei ich mich frage wie man sich so verlieren kann. da muss doch mehr dahinter stecken als nur wenig zeit?
    aber du hast es geschafft - mit viel disziplin!
    bei zara passen mir nur die schuhe - mit meiner nordischen figur - breite schultern und rücken - passe ich da nichtmal in die herrensachen ;-)
    xxxx

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    1. Nee, da steckt m. E. nicht unbedingt mehr dahinter. Die Kinder sind einfach das Wichtigste in der Zeit - alles dreht sich um sie als Familienmittelpunkt. War bei mir nicht anders.
      LG
      Gunda

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    2. Es ist ja nicht nur wenig Zeit. Es ist meine Meinung nach schlichte Erschöpfung. Körperlich und emotional. Ich glaube, dass es gar nicht wenigen Frauen so geht.
      Du bist ständig gehetzt, willst allen Rollen gerecht werden - Mutter, Hausfrau, Ehefrau, Gärtnerin, Kollegin. Und das kann nicht gut gehen, denn bei so vielen Rollen bleibt das Ich auf der Strecke. Irgendwann funktioniert man dann nur noch, aber sonst ist man im Eimer. Denn keiner fragt Dich danach, was du eigentlich willst.
      Wenn mich damals nicht dieses Erlebnis bis in die Grundfesten erschüttert hätte, wäre ich da ohne Hilfe niemals rausgekommen. Aber so blieb mir gar nichts anderes übrig, als mich neu zu erfinden. Liebe Grüße
      Fran

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    3. hut ab fürs neu erfinden! das haste wirklich ganz fantastisch hingekriegt. du kannst echt stolz sein!
      vll. kann ja eine von euch mir einen tip geben: ich frage mich immer wieder wo das herkommt - dieser druck auf die frauen in zig rollen perfekt zu sein. sind wir das selbst? die männer? die gesellschaft? aber besteht die gesellschaft nicht aus uns - männern und frauen? und was sagen männer und kinder wenn mamma irgendwann nur noch ein wrack ist? "danke war nett?"
      in berlin wohnte ich neben einem friedhof, da war ein winzigkleiner schwarzer grabstein - ohne schmuck etc. - und da stand nur ein einziges wort (kein datum) drauf: "mutti". die arme frau hatte nichtmal mehr einen namen! ich fand das irgendwie unheimlich....
      xxxxxx

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    4. Ja, wo kommt das her? Ich denke, das kommt von den Frauen selbst. Klar gibt es auch heute noch Männer, die den Pascha geben. Aber ist es nicht vielmehr dieses Idealbild der Rama-Familie, gemanagt von der "Ich will so bleiben wie ich bin"-Trulla, die dank des XY-Deorollers fluffig durch den Tag mit Job, Haushalt, Einkaufen und sonstwas hüpft, abends noch den Vamp gibt und drei Kerle zum Frühstück vernascht? Egal ob in zahllosen Werbespots, in Zeitschriften oder in irgendwelchen Filmen oder Büchern: Die Frau von heute wuppt angeblich alles völlig easy. Da darf man natürlich nicht hinten anstehen.
      Mein Mann hat so oft gesagt, ich soll mal einen Gang zurückschalten. Hab ich nicht getan. Und die Kinder hab ich vermutlich auch irgendwann nur noch genervt. Aber die waren zu lieb, um mir das so zu sagen.
      Heute witzeln wir drüber und wenn ich mal wieder in alte Muster verfalle, nennen sie mich "Das Mutti". Steht aber hoffentlich nicht auf meinem Grabstein. Das Skurrilste, was ich mal sah war eine Todesanzeige für "Vati". Kein Name, nur "Vati". Merkwürdig.
      Liebe Grüße
      Fran

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  4. Tolle Leistung , Große klasse das Du durchgehalten hast . Daumen hoch für so viel Disziplin :))
    Ich könnte auch mal wieder mehr laufen , ein bisschen mehr Kondition könnte nicht schaden
    LG Heidi

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    1. Dankeschön :-). Und stimmt, Kondition schadet nie. Und Laufen macht mir auch deshalb Spaß, weil ich dabei völlig abschalten kann. Der einzige Sport, bei dem ich es schaffe, an absolut nichts zu denken.
      Liebe Grüße
      Fran

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  5. Wow liebe Fran! Ich schätze mal, dass viele gestresste Mütter eine ähnliche Phanse haben. Wie gut, dass du das angepackt hast . Das ist eine ganz große Leistung.

    LG Sabine

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    1. Ja, ich denke auch, dass ich damit nicht allein bin. Sagt einem bloss keiner, bevor man Kinder kriegt ;-)
      Liebe Grüße
      Fran

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  6. Chapeau meine liebe Fran, das klingt nach Disziplin und Ausdauer und ich hätte niemals gedacht, dass Du mal dick warst! Die Jeans hätte ich auch aufgehoben, das ist ja unglaublich!!! Liebe Grüße, Bärbel ☼

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    1. Das gute Stück wird noch immer für Gartenarbeiten genutzt. Und ich freue mich immer wieder darüber, dass sie sowas von zu groß ist... :-) Gern getragen werden dazu die lila Crocs, mit denen ich mich allen Ernstes vor einigen Jahren sogar zum Einkaufen getraut habe. Irgendwann kommt der Tag, da verbrenne ich das Zeug.
      Liebe Grüße
      Fran

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  7. Ich liebe diesen Post ;)
    Du Hammerfrau!

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    1. Menno, jetzt werd ich rot ;-)
      Liebe Grüße
      Fran

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  8. Was soll ich sagen ... - ging mir ähnlich! Bis auf dass es bei mir leider keine minus 25 kg geworden sind und Größe L obenrum oft immer noch spannt.
    Heißt im Klartext: Mit Disziplin hab' ich's nicht so. Mit dem Laufen eh nicht - weißt Du ja. Und vom Zumba nehme ich nicht ab. Aber was soll's. Geht schon. Wie war das mit den älteren Frauen? Man soll die Wahl haben zwischen "Ziege" und "Kuh"? ;) Hm, vielleicht ein bisschen viel Schwarz-Weiß-Malerei, oder?
    Du hast das auf jeden Fall super gemacht. Alle Achtung!
    Liebe Grüße
    Gunda

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    1. Disziplin ist auch heute noch nicht mein zweiter Vorname. Aber wat mutt, dat mutt. Und allein vom Sport hätte ich auch nicht so viel abgenommen. Ich hatte halt das zweifelhafte "Glück", dass die ersten zehn Kilo quasi von selbst verschwanden. Da war ein Anfang gemacht. Und ich war fest entschlossen, diese Mir-doch-egal-Phase hinter mir zu lassen.
      Ach - und wer mag, darf auch Ziege sagen. Ich mag mich. Ob der Rest das tut, darf er selbst entscheiden :-)
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. ich denke ja dass es gar nicht so darum geht ein gewisses (leichtes) gewicht oder eine kleine konfektionsgrösse zu haben - es geht ja wohl eher um die liebe zu und den respekt vor sich selbst. wie fran schon sagt - man darf sich selbst nicht egal sein! sonst ist man am ende auch allen anderen egal.....
      beate - die wohl eher zur kuh tendiert ;-)

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  9. Toll! Schön das du das so ehrlich erzählt hast, glaube viele, mich eingeschlossen, finde sich da ein Stück weit wieder. Wenn man schon einige Jahre gelebt hat kennt man diese Phasen. Respekt für deine Leistung!

    Liebe Grüße zu dir :)

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    1. Danke :-). Ich denke auch, dass das gar nicht so selten ist wie ich mal dachte. Es einzusehen ist aber gar nicht so einfach. Denn man will ja eigentlich nur alles perfekt machen...
      Liebe Grüße
      Fran

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  10. Applaus liebe Fran für diese Leistung. Das ist echt was worauf du stolz sein kannst und super, dass du nun auch den Bock auf Mode und Co. bekommen hast. Denn so haben wir dich hier als Bloggerin zu lesen bekommen :)
    Die Mutti muss aber noch ein wenig aus dem Kopf und die Elfe muss rein!
    Liebe Grüße Ela

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    1. Ich arbeite daran :-). Immerhin kann ich heute Fotos von mir selbst sehen ohne sofort den Löschen-Button zu drücken. Das war nämlich mal so. Deshalb gibt es auch fast keine Fotos über einen Zeitraum von mindestens zehn Jahren.
      Liebe Grüße
      Fran

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    2. Das klingt doch schon mal nach einer guten Veränderung. Aber ich versteh es ja. Ich hab auch immer noch Probleme mit Fotos von mir.
      Wir kriegen das schon hin :)

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  11. Selbstliebe und Selbachtung sind die für mich das Wichtigste, was ich mir selbst Gutes tun kann. Ich kann nicht beurteilen, wie es Dir vor der Lebensumstellung wirklich ging. Du schreibst, Du warst Dir egal.... ist das echt so? Ich bin froh, dass Du Dich wieder gefunden hast und heute mit uns bloggst. LG Sunny

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    1. Hm, mir war so vieles in Zusammenhang mit mir selbst egal. Meine Arbeit, die war mir immer wichtig. Und meine Kinder. Und die Rama-Idylle aufrecht zu halten. Aber ich selbst? Ich hatte viel zu lange nichts mehr für mich selbst getan. Und verlernt, mich selbst für wichtig zu halten. Habe mich natürlich phasenweise ganz doll selbst bemitleidet. Aber daraus nie Konsequenzen gezogen. Dämlich, ich weiß.
      Liebe Grüße
      Fran

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  12. Am schlimmsten an dieser berührenden Geschichte - das Gewicht als solches finde ich völlig nebensächlich - ist für mein Empfinden das DAS bei "Das Mutti". Bitte bleibe eine die/deine/meine/eure ... was auch immer ... aber bitte keine das.

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    1. Du hast Recht, das war das Schlimmste. Das Gewicht war nur ein Symptom des Ganzen. Aber ich werde nie wieder zu einem "das". DAS weiß ich genau. Komme, was da wolle :-)
      Liebe Grüße
      Fran

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  13. Danke für den tollen Beitrag! Super Leistung! Meinen ganz großen Respekt!
    Ich kämpfe "ewig" gegen meine Extra-Kilos und bin immer noch (und wieder) unzufrieden mit mir - kein gutes Gefühl!
    Weiter so, Du siehst super aus!
    LG Claudia

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    1. Ja, unzufrieden mit sich selbst zu sein ist doof. Komischerweise sind Männer das ganz selten. Die finden sich viel öfter toll als Frauen. Oder sie tun wenigstens so als ob.
      Liebe Grüße
      Fran

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  14. Hätte ich jetzt auch nicht gedacht, daß Du mal viel umfangreicher warst, paßt irgendwie nicht zu Deinem Typ. ;-) Aber ich kenne das. Ich trug auch mal 2 Größen größer ... Wechseljahre, Hormone ... das geht leider vielen Frauen so, da braucht man gar nicht viel mehr zu essen ... und ich hab' mich selbst eigentlich nie ganz aus den Augen verloren, aber mit 3 Kindern, pflegebedürftigen Schwie.eltern, spätem Studium etc. ist das manchmal gar nicht so leicht ... und irgendwann war da auch das Burn-Out ...
    Ich hab' das mit dem Gewicht durch 40tägiges Fasten (Säfte, Brühe ohne feste Bestandteile und Wasser waren erlaubt) in den Griff bekommen. Denn mal eben eine Diät - da wußte ich, das das nicht funktioniert. Auf Yo-Yo-Effekt hatte ich nun gar keine Lust! - Es mußte eine generelle Umstellung der Lebensweise erfolgen und die ging für mich nur übers Fasten. Da ich damit schon Erfahrung hatte von 1wöchigen Fastenzeiten, fiel mir das nicht sonderlich schwer .... nur die ersten zwei, drei Tage sind nicht immer so ganz einfach, aber darauf kann man sich dann einstellen. Man nimmt auch gar nicht sooo viel ab, wie manche glauben, in den 40 Tagen - das meiste brachte dann anschließendes Fitnesstraining im Studio, das ich konsequent 4 x wöchentlich absolvierte. Ich hab' aus der Zeit keine Kleidung aufgehoben. Ich war sonst auch immer schlank und das war halt so eine Phase, die nicht so sehr lange dauerte.

    Hab' auch mal in die Kommentare reingelesen - ja, das ist wohl wahr, Kinder fordern so einiges - wer keine Kinder hatte, wird das niemals so wirklich nachvollziehen können, wie das ist! Diese innere Bindung! Ich weiß es noch, wie es ohne Kinder war - dann weiß man irgendwie alles "besser" ;-) ;-)
    Und dann die Erschöpfung durch diese ganzen Rollen - das Leben, der Alltag bleiben ja nicht stehen . . .
    Und ich sehe das auch so, wie Du, Fran, das kommt von den Frauen selbst! Die können sich auch gegenseitig unheimlich unter Druck setzen! Männer finde ich da viel pflegeleichter. :-) Und "einfacher" gestrickt.
    Ich hab' eine Freundin, die immer unheimlich viel Stress gemacht hat, z.B. wenn Besuch kam, da mußte die Wohnung auf Hochglanz sein, sonst hätte SIE sich nicht wohlgefühlt. Obwohl ihre beste Freundin kam, die doch wußte, wie es sich anfühlt, wenn man erschöpft ist und froh, mal ohne Stress ratschen zu können ... aber das steckte so in ihr drin. Heute ist sie über 50 und sagt, daß es ihr hoffentlich nicht mal so ergeht, daß sie dafür die Quittung zahlen muß, weil sie sich immer so abgehetzt hat! Leben immer am Limit - im Grunde auch jetzt noch und jetzt machen sich schon so einige Gebrechen bemerkbar, von Arthrosen bis anderen G'schichten ... Aber gut, man kann niemandem helfen, der es nicht will. Es ist wie ein geheimnisvoller Drang ...
    Das mit dem Grabstein sehe ich nicht so eng - kann auch eine liebevolle Geste gewesen sein. Mancher will vielleicht gar nicht mal mit seinem Namen bestattet werden ... Ich kenne auch Kinder, die ihre Mütter mit Vornamen anreden ... das käme für mich gar nicht in Frage!
    Gut, daß Du es geschafft hast, es ist in jedem Fall gesünder und zu Deinem und Deiner Familie Nutzen!

    Liebe Grüße
    Sara

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